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13.02.14- »Ziel erreicht!«

Das Projekt „Zeit für Rat, Tat und Qualifizierung“ richtet sich an alleinerziehende Mütter und Väter im Arbeitslosengeld II-Bezug, die gerne (wieder) den Weg in die Berufstätigkeit gehen möchten, sich aber aus verschiedenen Gründen nicht alleine zu Recht finden. Das Projekt wird finanziert durch Mittel der Jobcenter Trier Stadt und Trier-Saarburg, dem Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

 Von August 2012 bis Dezember 2013 stellte der Palais e.V. 24 von den Jobcentern Trier Stadt und Trier-Saarburg zugewiesenen alleinerziehenden Eltern Maßnahmeplätze für Arbeitserprobungen in den Berufsfeldern Hauswirtschaft, Gastronomie und Soziale Dienste zur Verfügung und begleitete die Teilnehmer/-innen im Idealfall bis zur Arbeitsaufnahme. Insbesondere für Frauen, die sich alleine um Familie, Haushalt und Arbeit kümmern müssen und die bedingt durch Kindererziehung ihre berufliche Perspektive nicht ausreichend verfolgen konnten, entwickelte der Palais e.V. die Idee, einen Vorbereitungskurs zur externen Prüfung zur Hauswirtschaft anzubieten. Frauen, die eigenständig vier Jahre einen Familienhaushalt führen, erhielten durch die ADD die formelle Voraussetzung an dem 1-jährigen Kurs im Rahmen der Qualifizierungsmaßnahme „Zeit für Rat, Tat und Qualifizierung“ teilzunehmen. Im Oktober 2013 startete der Kurs, in Begleitung mit einer Hauswirtschaftsmeisterin und 12 interessierten Alleinerziehenden. Die Teilnehmerinnen wurden in der darauffolgenden Zeit in allen Lernfeldern der Hauswirtschaft praktisch und theoretisch geschult. In Kooperation mit unseren Partnern, wie z.B. dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Trier, dem betriebseigenen „Café Balduin“ sowie eingerichteten Lehrräumen, erhielten die Alleinerziehenden praktische Arbeitseinsätze und lernten die prüfungsrelevanten hauswirtschaftlichen Themen kennen. Die theoretischen Einheiten fanden durch unsere Hauswirtschaftsmeisterin, Frau Monika Backes, statt.

„Geschafft!“ – Fünf Alleinerziehende bestanden erfolgreich die Ausbildung zur Hauswirtschafterin

Das Ziel ist erreicht! Am 06.02.2014 fand die Abschlussfeier mit den fünf erfolgreichen Absolventinnen der Hauswirtschaftsausbildung im Café Balduin statt. Gemeinsam mit den Finanzierungspartnern – den Jobcentern Trier Stadt und Trier-Saarburg sowie Vertreterinnen aus dem Prüfungsausschuss, der Die RAT GmbH als Dienstleistungs- und Beratungsstelle des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz  und weiteren Interessierten, feierte der Träger die fünf Alleinerziehenden, die im Januar 2014 ihre Gesellenbriefe als Hauswirtschafterin vom Prüfungsausschuss übergeben bekommen haben. Diese Frauen konnten durch ihre Teilnahme am Vorbereitungskurs zur externen Prüfung der Hauswirtschaft ihre beruflichen Integrationschancen deutlich erhöhen und stehen der Arbeitswelt als Fachkräfte zur Verfügung. „Geschafft!“, sagt Monika Backes, die Hauswirtschaftsmeisterin: „Das war der erste Gedanke, den ich hatte, als die Prüfungen vorbei waren und dann ist mir erst eingefallen, was wir eigentlich alles geschafft haben.“ Frau Backes bereitete die Frauen ein Jahr lang auf die Prüfung vor und freut sich heute gemeinsam mit den Alleinerziehenden, dass diese nun eine neue Perspektive und ein großes Stück Hoffnung für ihre berufliche Zukunft haben.

Den fünf Alleinerziehenden gelang es im Rahmen der Maßnahme, Familie und Beruf zu vereinbaren und neben ihrer aktiven Arbeit als Mutter und Familienmanagerin eine Ausbildung zu absolvieren. Trotz mancher Hürden und Schwierigkeiten zeigten die Frauen viel Durchhaltevermögen, Einsatzbereitschaft und (Eigen-)Initiative und verbesserten so ihre berufliche Perspektive, um langfristig ihre Familien selbständig und ohne Unterstützung finanzieren zu können.

Und wie geht’s für die ausgebildeten Hauswirtschafterinnen jetzt weiter?


Eine alleinerziehende Mutter konnte bereits in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis in Teilzeit als Hauswirtschafterin in eine Trierer Kindertagesstätte vermittelt werden. Sie ist sehr glücklich mit der neuen Arbeitsstelle. „Ohne die Ausbildung hätte ich diese Stelle nicht bekommen!“ sagt Frau Silke Feldgen. Noch sind nicht alle Hauswirtschafterinnen in Arbeit, da die Anforderungen des Arbeitsmarktes nach wie vor schwierig mit der familiären Situation der Alleinerziehenden vereinbar sind.. „Viele Tätigkeiten beginnen sehr früh morgens oder sind in den Abendstunden, da mein schulpflichtiges Kind dann aber nicht betreut ist, kann ich viele Stellen nicht ausüben“, sagt eine 24-jährige Mutter. „Nach wie vor fehlt die Bereitschaft der Wirtschaft, auf die Bedürfnisse der Alleinerziehenden einzugehen. Den Ansprüchen an maximale Flexibilität können die Frauen nicht gerecht werden“, sagt Tanja Zerfaß, die stellvertretende Projektleitung.

Das Projekt „Zeit für Rat, Tat und Qualifizierung“ wird auch 2014 weitergeführt und unterstützt Alleinerziehende bei der Integration in den Arbeitsmarkt. Derzeit ist das Projekt jedoch nur bis zum 30.06.2014 bewilligt, zu kurz um einen weiteren Vorbereitungskurs für die externe Prüfung zur Hauswirtschafterin anzubieten. Dass der Vorbereitungskurs auf die externe Prüfung nicht mehr angeboten werden kann, bewertet die Bereichsleitung, Frau Sandra Grau, als sehr unbefriedigend! „Mit einer abgeschlossenen Ausbildung sind die Vermittlungschancen wesentlich höher und es besteht für die Alleinerziehenden eine realistische Chance, ohne aufstockende Leistungen durch Arbeitslosengeld II ihre Familie ernähren zu können.“ Grund für die relativ kurze Projektlaufzeit ist die ESF-Förderperiode 2007-2013. Das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz sucht derzeit nach einer Möglichkeit, das Projekt auch über den 01.07.2014 hinaus zu finanzieren. Eine Entscheidung hierzu steht aber derzeit noch aus.

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