Jahrgang 2009

Übersicht 2009

Trierischer Volksfreund vom 10.12.2009
Schüler trainieren für Ernst des Lebens (Berufshilfe/Beruf und Bildung)
Rathauszeitung vom 24.11.2009
Winterfester Szenetreff (Berufshilfe/TAKTIK, Projekt "X")
Trierischer Volksfreund vom 13.11.2009
Skatehalle in Trier-West eröffnet (Berufshilfe/Projekt "X")
Trierischer Volksfreund vom 12.11.2009
Hilfreich ist der Satz „Ich schaff das schon!“ (Benefizveranstaltung/TV-Schultelefon)
Trierischer Volksfreund vom 29.10.2009
Realschule plus Thalfang: Neue Schulsozialarbeiterin (Arbeit an Schulen/Schulsozialarbeit)
Trierischer Volksfreund vom 14.10.2009
Sich eigener Stärken bewusst werden (Berufshilfe/Beruf und Bildung)
Internetportal 16 vor vom 11.10. 2009
Du bist Trier: Reinhold Spitzley (Palais e.V./Über uns)
Trierischer Volksfreund vom 06.10.2009
Auszeichnung für besondere Verdienste (Palais e.V./Über uns)
Presseportal.de vom 04.10.2009
Bitburger Braugruppe erhält den Corporate Citizenship-Preis des Landes Rheinland-Pfalz (Kooperation u. Sponsoring/Unsere Förderer)
Trierischer Volksfreund vom 14.09.2009
Nur gemeinsam sind wir stark (Arbeit an Schulen/Schulsozialarbeit)
Trierischer Volksfreund vom 04.09.2009
Wiedersehen mit Brüchen und Adjektiven (Berufshilfe/HASA)
Trierischer Volksfreund vom 27.08.2009
Futuristen gesucht und gefunden (Berufshilfe/Chancen Schaffen)
Rathauszeitung vom 18.08.2009
Farbe für das Selbstvertrauen (Berufshilfe/TAKTIK, Projekt "X")
Trierischer Volksfreund vom 14.08.2009
Auf die Taktik kommt es an (Berufshilfe/TAKTIK)
Trierischer Volksfreund vom 08./09. 08. 2009
Tanzen, Rugby, Journalismus (Berufshilfe/TAKTIK)
Rathauszeitung vom 21.07.2009
Weitere Eskalation verhindern
Jahrgang 2009 (Quartiersmanagement Ehrang)
Trierischer Volksfreund vom 16.07.2009
Sehnsucht nach Frieden im Viertel (Quartiersmanagement Ehrang)
Trierischer Volksfreund vom 03.07.2009
Subkultur im Supermarkt (Berufshilfe/TAKTIK, Projekt "X")
Trierischer Volksfreund vom 02.07.2009
Ein Papier bringt neuen Lebensmut (Berufshilfe/HASA)
Trierischer Volksfreund vom 28.05.2009
Kommen und bleiben (Berufshilfe/TAKTIK/Azubi-Coach)
Trierischer Volksfreund vom 26.05.2009
Skaterpark im Supermarkt (Berufshilfe/TAKTIK)
Internetportal 16vor vom 23.05.2009
Modernes Jugendzentrum auf Zeit (Berufshilfe/TAKTIK, Projekt "X")
Rathauszeitung vom 22.05.2009
Skatertreff im Supermarkt (Berufshilfe/TAKTIK, Projekt "X")
Trierischer Volksfreund vom 19.05.2009
Skaten statt Shoppen (Berufshilfe/Projekt "X")
Trierischer Volksfreund vom 19.05.2009
Skaterhalle für Trier im Blick (Berufshilfe/Projekt "X")
Rathauszeitung vom 24.03.2009
Bürgerhaus als Stadtteilzentrum stärken (Quartiersmanagement Ehrang)
Trierischer Volksfreund vom 08.03.2009
Abschied aus Wittlich (Arbeit an Schulen/Schulsozialarbeit)
Trierischer Volksfreund vom 03.03.2009
Streitschlichter erfüllen wichtige Aufgabe (Arbeit an Schulen/Schulsozialarbeit)
Trierischer Volksfreund vom 01.03.2009
Jenseits der Marschmusik (Benefizveranstaltung/Konzert)
Trierischer Volksfreund vom 22.02.2009
Big Band der Bundeswehr live in der Trierer Arena (Benefizveranstaltung/Konzert)
Trierischer Volksfreund vom 01.01.2009
Viele neue Perspektiven (Berufshilfe/Projekt "Jung hilft")
                                                                         zurück zur Übersicht


Trierischer Volksfreund vom 10.12.2009

Schüler trainieren für Ernst des Lebens
Vier Tage lang bereiteten sich die Schüler der Realschule plus in Manderscheid, begleitet vom Palais e.V. Trier, im Rahmen des Berufsorientierungs-Camps auf die Berufswelt vor. Der Sinn und die Erwartungen an den bevorstehenden Praxistag wurden bereits erarbeitet.
Manderscheid. (red) In einem Testverfahren erhielten die Schüler konkrete Rückmeldung über ihre eigene Stärken und Schwächen und konnten somit ihren Stand in der Berufsvorbereitung überprüfen.
So trainierten die Jugendlichen in Gruppen- und Einzelarbeit ihre kommunikativen Fähigkeiten. Rollenspiele hatten zum Ziel, einen angemessenen Umgang mit den Angestellten und den Vorgesetzten zu üben. Mit Frust, Enttäuschung und dem Erlernen von Konfliktlösungsstrategien im Betrieb befasste sich eine weitere Einheit des Berufsorientierungs-Camps.
Richtig Telefonieren stand zudem auf dem Stundenplan, nach dem Motto: Die Bewerbung beginnt bereits bei der telefonischen Kontaktaufnahme mit den potenziellen Arbeitgebern.
Am sogenannten Expertentag erhielten die Schüler die Möglichkeit, sich bei Vertretern verschiedener Betriebe über das entsprechende Berufsfeld zu informieren. Dazu standen Experten aus Industrie, Handel und Wirtschaft sowie den Kammern in Workshops den Schülern für Fragen zur Verfügung.
                                                                         zurück zur Übersicht

Rathauszeitung vom 24.11.2009

Winterfester Szenetreff
Ein Biker „fliegt“ über eine der Rampen in der Halle in Trier-West. Zur Neugestaltung des Innenraums gehört unter anderem Graffitikunst an einigen Wänden im früheren Supermarkt.
Mehr als 50 Jugendliche nahmen an der offiziellen Eröffnung der neuen BMX- und Skatehalle in dem früheren Supermarkt neben der Kunstakademie in Trier-West teil. Sie haben jetzt in der kalten und dunklen Jahreszeit endlich einen festen Anlaufpunkt, um ihrem Sport zu frönen. Das innovative Projekt der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Palais e. V. entstand mit Unterstützung zahlreicher Partner, darunter das Jugend- und Sozialdezernat im Rathaus, die Arge der Stadt und der Agentur für Arbeit sowie der Ortsbeirat Trier-West/Pallien.
Palais-Geschäftsführer Reinhold Spitzley und Axel Reichertz als Sprecher der BMX- und Skaterszene dankten allen, die seit der Präsentation im Mai am Umbau der Halle und der Installation verschiedener Rampen mitgewirkt hatten. Das Projekt sei weiter auf engagierte Helfer und Spenden angewiesen. Die jugendlichen BMX-Fahrer und Skater, aber auch viele Besucher aus der Nachbarschaft und Kommunalpolitiker zeigten sich bei der Eröffnung beeindruckt von den Möglichkeiten der Anlage.
Skater, BMX-Fahrer und Inliner sind nach Angaben von Spitzley nicht in traditionellen Sportvereinen organisiert und bewegten sich oft am Rand der Gesellschaft. Um so wichtiger sei für sie, einen festen Anlaufpunkt zu haben. Das Gebäude ist aber viel mehr als eine Trainingshalle, denn der Palais e. V., an den sich die Jugendlichen mit ihrem Wunsch nach einer Halle gewendet hatten, realisiert dort gleichzeitig sein Jugendberufsprojekt „TAKTIK –Treffpunkt für Aktivierung, Kommunikation, Training, Integration und Kultur“. Die Teilnehmer werden in handwerklichen und kreativen Grundfertigkeiten zum Beispiel als Maurer, Maler, Steinmetz oder Metallbearbeiter, qualifiziert. Das Berliner Arbeitsministerium, der EU-Sozialfonds, das Rathaus und die Arge fördern das Programm.
Tatsächlichen Bedarf ermitteln
In der vorübergehenden Nutzung der alten Supermarkthalle liegt nach Einschätzung Spitzleys die Chance, Erfahrungen zu sammeln und auszuprobieren, ob und wie ein solches Angebot in Trier angenommen wird und wie groß der Bedarf tatsächlich ist. Darauf aufbauend könnte später das Konzept eines modernen Jugendsport- und Kulturzentrums entstehen.
Die Halle in der Aachener Straße ist mittwochs von 18 bis 20 sowie samstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Um die durch den laufenden Betrieb entstehenden Kosten für Energie und Personal zu decken, wird ein Eintrittspreis von zwei Euro für Schüler und drei Euro für Erwachsene an Wochentagen erhoben. Am Wochenende sind  drei und vier Euro zu zahlen. Interessenten, die nicht über die notwendige Sicherheitsausstattung (Helm und Protektoren) oder Skatebretter und BMX-Räder verfügen, stehen Leihgeräte zur Verfügung. Diese können gegen ein Pfand und eine geringe Gebühr ausgeliehen werden.

  • Weitere Informationen, darunter zu Workshop-Terminen für Gruppen und Schulklassen, bei Axel Reichertz, Telefon: 0651/9945329.

                                                                         zurück zur Übersicht

Trierischer Volksfreund vom 13.11.2009

Skatehalle in Trier-West eröffnet
Von unserer Mitarbeiterin  GABRIELE BÖHM
Es ist ein bemerkenswertes Projekt: Dank des Zusammentreffens mehrerer Faktoren kann die Skater- und BMX-Szene in diesem Winter unabhängig vom Wetter ihren Sport in einer Halle in Trier-West betreiben.

Trier-West. Schlechte Karten hatten Skater und BMX-Fahrer bislang, wenn die nasse Jahreszeit begann und sie ihren Sport nur eingeschränkt ausüben konnten. Das ist nun für vorerst diesen Winter anders. Vielleicht sogar für noch längere Zeit.
In nur wenigen Monaten ist in dem leerstehenden ehemaligen Edeka-Center in der Aachener Straße Triers erste Skatehalle realisiert worden. Mit "Fun-Box", "Pyramide" oder "Quater-Pipe" hat jetzt die recht umfängliche, aber nicht organisierte Skateszene einen geeigneten Ort, Sprünge, Drehungen oder Tricks zu trainieren. Graffitis an den Wänden und viele Sofas zum "Abhängen", gruppenweise verteilt in der Halle, hinterlassen einen "coolen" Szeneeindruck, wie ein Besucher begeistert feststellte.
Ein Minus-Punkt - zumindest für manche erwachsene Gäste - war lediglich die hohe Geräuschkulisse in der Halle. Mieter und Träger ist das Palais e.V. Die Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung darf das Gebäude kostenlos nutzen, bis die Stadt einen Investor gefunden hat.
"Was noch hoffentlich lange dauert", hieß es wiederholt auch von Vertretern der Jugendhilfeeinrichtung. Reinhold Spitzley vom Palais e.V. erinnerte an den Zustand der Halle vor einigen Monaten, die nun dank vieler Helfer und Spender skate- und BMX-tauglich ist. Zudem beherbergt die dreigeteilte Halle noch Werkstatt- und Übungsräume für andere Kurse. Allerdings sind die Stromkosten für die Beleuchtung erheblich. Daher müssen Nutzer der Skatehalle geringe Eintrittsgebühren bezahlen.
Skater und BMX-Fahrer zeigten auf den zum Teil selbst gebauten Rampen, was man mit viel Körperbeherrschung und intensivem Training leisten kann. Einer ihrer Wünsche wäre eine zweite "Quater-Pipe", um daraus eine "Half-Pipe" zu bauen - der Kostenpunkt liegt bei 3000 Euro.
Durchschnittlich 50 bis 60 Skater und BMX-Fahrer nutzten gleichzeitig die Halle, erklärte Skateprojektleiter Axel Reichertz. Damit sei die Kapazität der Halle erreicht. Eine Einschätzung, die auch von zwei jungen Männern geteilt wurde. Geplant ist, die Skatehalle für Jugend- oder Schulgruppen zu weiteren Terminen zu öffnen, um schulische Angebote oder Workshops zu veranstalten.

  • EXTRA Öffnungszeiten: Samstags und sonntags 15 bis 18 Uhr, mittwochs 18 bis 20 Uhr;
  • Eintritt: Schüler und Studenten mittwochs zwei Euro, Erwachsene drei Euro; am Wochenende drei beziehungsweise vier Euro.
  • In der Skatehalle sind gegen Gebühr und Pfand 10 BMX-Räder, 10 Skateboards und 20 Helme zu leihen.
  • Infos bei Axel Reichertz unter Telefon 0651/9945329.

                                                                         zurück zur Übersicht

Trierischer Volksfreund vom 12.11.2009

Hilfreich ist der Satz „Ich schaff das schon!“
Was kann ich gegen meine Angst vor Referaten und Klassenarbeiten tun? Woran erkenne ich, ob mein Kind überfordert ist? Experten beantworteten zwei Stunden lang Leserfragen am TV-Schultelefon. Hier einige Fragen und Antworten.
Trier. (kat) Ich gehe in die neunte Klasse und muss nächste Woche ein Referat halten. Das macht mir furchtbare Angst. Auch habe ich immer Panik vor Klassenarbeiten.
Sonja Valerius, Schulpsychologin am Auguste-Viktoria-Gymnasium in Trier: Wichtig ist, dass du dich gut vorbereitest und rechtzeitig mit dem Lernen anfängst. Denn dann fühlst du dich sicherer. Auch kannst du dir Entspannungsübungen aneignen und einsetzen. Entsprechende Übungen findest du in zahlreichen Büchern, oder schaffe dir eine Entspannungs-CD an. Ein weiterer Tipp: Sage dir selbst mutmachende Sätze wie "Ich schaff das schon!" Wenn du ausführlichere Hilfe brauchst, dann wende dich an eine Schulpsychologin oder an den Fachlehrer. Gegen deine Angst vor Referaten hilft, wenn du vorher übst: Halte das Referat vorab vor deinen Eltern oder Freunden!
Unsere Tochter wird gemobbt. Sie will nicht mehr zur Schule gehen. Was können wir tun?
Jochen Fredrich, Psychologe, Palais e.V. in Trier: Zunächst ist es wichtig, dass Sie herausfinden, was hinter dem Mobbing steckt: Was passiert genau? Von wem und aus welchen Gründen wird sie gemobbt? Sprechen Sie mit der Lehrerin! Wie schätzt sie die Situation ein? Gegebenenfalls kann die Lehrerin Einzelgespräche mit den "Tätern" führen oder das Thema in der Klasse ansprechen. Oder wenden Sie sich mit Ihrer Tochter an einen Vertrauenslehrer oder einen Schulsozialarbeiter! Wichtig ist, dass Ihre Tochter merkt, dass das Ansprechen des Problems nicht zu einer Verschlimmerung der Situation, sondern zu einer Erleichterung führt.
Wir denken über eine frühzeitige Einschulung unserer Tochter nach. Sie kann schon sehr viel für ihr Alter, doch wir sind unsicher.
Sonja Valerius: Sprechen Sie mit den Erzieherinnen im Kindergarten, wie diese ihre Tochter einschätzen. Neben den kognitiven Fähigkeiten ist auch wichtig zu berücksichtigen, wie Ihre Tochter emotional und sozial entwickelt ist. Denn wenn es in der Schule vom Kopf her klappen würde, aber das Kind etwa noch sehr ängstlich ist, kann es schwierig werden. Ratsam ist, möglichst viele Fachleute mit ins Boot zu nehmen. Während der Anmeldephase können Sie Ihr Kind in der Grundschule vorstellen. Die Schulleitung und die Lehrer können ihre Einschätzung abgeben. Ist dann immer noch eine zusätzliche Überprüfung notwendig, können Sie eine Prüfung der intellektuellen Fähigkeiten in Erwägung ziehen.
Ich glaube, dass mein Sohn in der Schule überfordert ist. Welche Symptome treten auf, wenn Kinder überfordert sind?
Sonja Valerius: Sowohl Unter- als auch Überforderung empfinden Kinder als Stress. Sie reagieren unterschiedlich: Einige ziehen sich zurück und träumen sich weg. Andere platzen aus sich her aus, werden aggressiv oder albern. Wieder andere reagieren mit psychosomatischen Beschwerden wie Kopf- oder Bauchschmerzen, Übelkeit, manche nässen nochmal ein oder zeigen Schulunlust. Wenn Sie feststellen, dass die Symptome auftauchen, ist Vorsicht geboten. Dann sollten Sie Kontakt mit der Klassenlehrerin aufnehmen und Ihre Beobachtungen schildern. Gemeinsam können Sie dann nach Fördermöglichkeiten suchen.
                                                                         zurück zur Übersicht

Trierischer Volksfreund vom 29.10.2009

Realschule plus Thalfang: Neue Schulsozialarbeiterin
Thalfang. (cst) Die neue Schulsozialarbeiterin für die Realschule plus in Thalfang heißt Angelika Mohr. Das hat der Schulträgerausschuss in seiner jüngsten Sitzung bekanntgegeben. Die 43-jährige Diplompädagogin und Erzieherin nimmt ihre Tätigkeit bereits zum 1. November auf.
Angelika Mohr hat in der Jugendberufshilfe gearbeitet und dort Erfahrungen gesammelt. Darüber hinaus war sie in der Landesschule für Gehörlose und Schwerhörige sowie in der Berufseinstiegsbegleitung tätig. Bei der Industrie- und Handelskammer war sie Projektgruppenleiterin in der Reihe "Fit fürs Berufsleben".
Laut Reinhold Spitzley von Palais e.V. in Trier wird Angelika Mohr im Rahmen ihrer Teilzeitstelle wahrscheinlich drei Tage pro Woche an der Thalfanger Schule tätig sein.
Die Finanzierung der neuen Schulsozialarbeiterin erfolgt über das Land Rheinland-Pfalz und den Kreis Bernkastel-Wittlich. Das Land zahlt 15 300 Euro, der Kreis 9000 Euro im Jahr. Die Gemeinde Thalfang trägt lediglich die Sachkosten, die im Ausschuss mit 1500 Euro jährlich beziffert wurden.
                                                                         zurück zur Übersicht

Trierischer Volksfreund vom 14.10.2009

Sich eigener Stärken bewusst werden
Die neunten Klassen der Grund- und Ganztagshauptschule Niederstadtfeld standen unlängst im Mittelpunkt des Schullebens. Während der Rest der Schule wanderte, nahmen die Schüler der neunten Klassen an Workshops teil, um sich auf Vorstellungsgespräche und Einstellungstests vorzubereiten.
Niederstadtfeld. (red) In Workshops zum Thema "Bewerbertraining" übten die Jugendlichen, fremden Menschen gegenüber sich selbst ins richtige Licht zu rücken. Es ging darum, Ängste vor einem Vorstellungsgespräch abzubauen.
Sozialpädagogin Anette Schürmann arbeitete mit den Schülern daran, sich ihrer Stärken bewusst zu werden und sie in der richtigen Wortwahl darzustellen. Nachmittags fanden zwei weitere Workshops statt: Schulsozialarbeiterin Esther Ben Mrad erarbeitete mit den Schülern einen Katalog von Fragen, die in einem Vorstellungsgespräch häufig gestellt werden.
In dem zweiten Nachmittagsworkshop mit dem Palais e.V. aus Trier lernten die Schüler die Grundlagen von Teamarbeit kennen: Absprache treffen, andere akzeptieren und die Übernahme von Verantwortung. Dann wurde es ernst: Sechs "echte Chefs" führten die Vorstellungsgespräche durch: Frau Stolz, Geschäftsführerin des Autohauses Stolz in Daun, Frau Thurnburg, die Inhaberin des Trainigresorts Vulkaneifel, Frau Follmann, Diplomkauffrau, Herr Gehendges, Inhaber der Firma Metallbau Gehendges, Herr Bauer, Geschäftsführer der Wirtschaftsfördergesellschaft (WFG) Landkreis Vulkaneifel, und Herr Werker von der Arbeitsagentur.
                                                                         zurück zur Übersicht

16 vor vom 11.10. 2009

Du bist Trier: Reinhold Spitzley
Als Reinhold Spitzley 1988 beim Jugendtreff Palais Walderdorff anheuerte, lag der Verein personell, finanziell und konzeptionell gerade am Boden. Gemeinsam mit ehemaligen “Tönnchen”-Aktivisten und engagierten Vereinsmitgliedern startete der Diplom-Pädagoge eine umfassende Umstrukturierung. Daraus erwuchs der heutige Palais e.V., dessen derzeit mehr als 150 Mitarbeiter vor allem in der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe zum Einsatz kommen. 1955 in Mayen in der Eifel geboren, kam Spitzley 1977 zum Studieren nach Trier. Hier blieb er – “auch der Liebe wegen”, berichtet der Vater zweier erwachsener Söhne. Für besondere soziale Verdienste wurde Spitzley jetzt ausgezeichnet – mit der Staatsmedaille des Landes Rheinland-Pfalz.
1. Was gefällt Ihnen besonders an Trier?
Das Flair der Stadt, die Vielzahl der vertrauten und liebenswerten Menschen und natürlich die Einrichtungen des Palais e.V.!
2. Wo essen und trinken Sie auswärts am liebsten?
In der Glocke bei Ossi Steines und seinem Team.
3. Wer ist für Sie der bedeutendste Trierer?
Karl Marx und Oswald von Nell-Breuning.
4. Wo ist Triers größter Schandfleck?
Der Bahnhofvorplatz beziehungsweise das gesamte Bahnhofareal.
5. Wer ist in Trier Ihr Lieblingssportler oder -verein und warum?
Der TBB Trier, weil ich selber und vor allem auch meine Söhne lange und mit Begeisterung Basketball gespielt haben und der TBB ein gutes Aushängeschild für Trier ist.
6. Ihr Lieblingswort auf Trierisch?
Milliuunen Leit (mehr als 12 Menschen).
7. Was zeichnet den typischen Trierer aus?
Gibt es den überhaupt?
8. Was würden Sie in Trier gerne ändern?
Dass nur demokratische Parteien im Trierer Stadtrat vertreten sind!
9. Wo ist für Sie Trier am schönsten?
Der Ort ist eigentlich egal. Die Menschen, die sich dort aufhalten sind entscheidend.
10. Welche Freizeiteinrichtung in Trier nutzen Sie am meisten?
Das “Bodystyle” und unseren Waldseilgarten im Weisshauswald.
11. Was ist für Sie das vollkommene Glück?
25 Jahre mit meiner tollen Frau verheiratet zu sein!
12. Ihre Lieblingsbeschäftigung?
Reisen, Lesen und besonders Tauchen!
13. Ihr größter Fehler?
Mein( etwas) großzügiger Umgang mit der Zeit.
14. Was verabscheuen Sie am meisten?
(Soziale) Ungerechtigkeit, soziale Kälte und puren Egoismus.
15. Wo würden Sie außer in Trier gerne leben?
Am Meer im Süden und unterwegs zu sein.
16. Ihr Motto?
Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!
                                                                         zurück zur Übersicht

Trierischer Volksfreund vom 06.10.2009

Auszeichnung für besondere Verdienste
Für besondere Dienste gibt es immer wieder bestimmte Auszeichnungen. Nun wurde auch Reinhold Spitzley für seine hervorragende Arbeit in Mainz geehrt.
Trier. (dis) Der Leiter des Palais e.V., Reinhold Spitzley, ist im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen mit der Staatsmedaille des Landes Rheinland-Pfalz für besondere soziale Verdienste ausgezeichnet worden. Die Verleihung erfolgte durch die Staatsministerin Malu Dreyer. Die Medaille hat eine herausragende Bedeutung unter den Orden und Ehrenzeichen, die in Rheinland-Pfalz und in der Bundesrepublik Deutschland verliehen werden.
Sie wird vom Ministerpräsidenten an Bürger verliehen, die sich durch ihr langjähriges Wirken und soziales Engagement außerordentliche Verdienste erworben haben. Die Staatsmedaille wurde am 22. Juni 1972 vom damaligen Ministerpräsidenten Helmut Kohl gestiftet.
In ihrer Laudatio würdigte Staatsministerin Malu Dreyer die Leistungen von Reinhold Spitzley als Leiter des Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Palais. Von den zahlreichen, inhaltlich vielfältigen Projekten und Tätigkeitsbereichen des Palais hob Dreyer besonders das bereits seit Jahren äußerst erfolgreiche Projekt gegen Schulverweigerung "Ridz - Reintegration in die Zukunft" hervor.
Ministerin Malu Dreyer: "Aufgrund Ihrer herausragenden Arbeit - die über das Maß der üblichen Pflichterfüllung hinausgeht - habe ich Sie gerne für die Auszeichnung mit der Staatsmedaille des Landes Rheinland-Pfalz für besondere soziale Verdienste vorgeschlagen. Ich freue mich, dass der Ministerpräsident meinem Vorschlag gefolgt ist und darf Ihnen hiermit die Auszeichnung überreichen." Neben Spitzley wurden weitere Bürger geehrt.
Die Ministerin unterstrich weiter in der Feierstunde im Mainzer Familienministerium die Wichtigkeit sozialen Engagements: "Sie alle, die heute geehrt werden, haben sich durch beispielhaftes Wirken im sozialen Bereich verdient gemacht und damit Einzelnen, aber auch der Gemeinschaft als Ganzes wertvolle Dienste erbracht. Dafür danken wir Ihnen von Herzen."
                                                                         zurück zur Übersicht

Presseportal.de vom 04.10.2009

Bitburger Braugruppe erhält den  Corporate Citizenship-Preis des Landes Rheinland-Pfalz
Auszeichnung würdigt nachhaltiges gesellschaftliches Engagement des Unternehmens

Bitburg (ots) - Die Bitburger Braugruppe ist mit dem renommierten Corporate Citizenship-Preis des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet worden. Im Rahmen des Ehrenamtstags in Oppenheim überreichte Ministerpräsident Kurt Beck am 4. Oktober 2009 den Preis an Dr. Werner Wolf, Sprecher der Geschäftsführung der Bitburger Braugruppe.
Seit sieben Jahren ehrt das Land in Kooperation mit dem SWR mit dieser Auszeichnung Unternehmen für herausragendes bürgerschaftliches Engagement. "Die Bitburger Braugruppe hat die Jury nicht nur durch ihre zahlreichen gesellschaftlichen Projekte im Einzelnen überzeugt, sondern auch durch das seit Jahrzehnten konsequent gelebte Verantwortungsbewusstsein des Unternehmens insgesamt", so Kurt Beck über die Auszeichnung. "Ich freue mich, mit diesem Preis ein Unternehmen ehren zu können, das sich in so hohem Maß für Rheinland-Pfalz einsetzt." Unter den einzelnen Projekten wurde besonders das Engagement der Bitburger Braugruppe für die Initiative "TAT - Trier: Aktiv im Team" und die Unterstützung Jugendlicher im Verein "Palais" herausgestellt.  "Diese Auszeichnung ist für uns eine ganz besondere Ehre", so Dr. Werner Wolf bei der Preisverleihung. "Schon seit der Gründung der Brauerei ist gesellschaftliches Engagement eine Selbstverständlichkeit für uns.
Denn unseren kompromisslosen Qualitätsanspruch konsequent in allen Bereichen umzusetzen, bedeutet eben auch verantwortungsvoll zu handeln. Aus diesem Grund haben wir unsere Maxime, dass unternehmerischer Erfolg mehr bedeutet als nur Wachstum und Gewinn, auch in unserer Unternehmensphilosophie fest verankert. Unser vielfältiges Engagement in den Bereichen Bildung, Kultur, Soziales und Sport zeigt, dass wir diese Philosophie auch leben."
TAT - Trier: Aktiv im Team
Die Idee hinter der Initiative ist einfach, aber wirkungsvoll: Unternehmen unterstützen gemeinnützige Einrichtungen bei der Realisierung eines konkreten sozialen, kulturellen, wissenschaftlichen oder ökologischen Anliegens. Projekt und Unternehmen finden sich dabei über eine Projektbörse, auf der die gemeinnützigen Einrichtungen ihr Anliegen vorstellen. Im Fokus steht die ganz pragmatische Hilfe der jeweiligen Unternehmensmitarbeiter: Sei es ein Baumhaus für schwerkranke Kinder oder der barrierefreie Zugang eines Seniorenheims zum Garten - im Rahmen eines jährlichen Engagementtags packen die Mitarbeiter der Partnerunternehmen tatkräftig mit an und setzen das Projekt um. Die Bitburger Braugruppe gehört zu den Gründungsmitgliedern der 2007 gestarteten Initiative.
Palais e.V.
Als gemeinnütziger, freier Träger der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe unterstützt der Verein Jugendliche und junge Erwachsene aus der Region Trier. Ziel des Engagements ist es, Jugendlichen eine tragfähige, berufliche Perspektive zu geben und ihnen die Integration in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Verschiedene Einrichtungen bieten zu diesem Zweck Qualifizierungsprogramme an, die den Jugendlichen neue Anreize und Perspektiven aufzeigen. Die Bitburger Braugruppe fördert seit Sommer 2008 das zu diesem Programm gehörende Belohnungs- und Motivationssystem des Palais e.V. als exklusiver Sponsor.
Corporate Citizenship

Mit Corporate Citizenship, zu deutsch Unternehmensbürgerschaft, wird das bürgerschaftliche Engagement eines Unternehmens bezeichnet. Im Fokus steht dabei die Idee, sich über die eigentlichen unternehmerischen Ziele hinaus als "guter Bürger" aktiv für die Gesellschaft einzusetzen. Zu Grunde liegt dabei eine mittel- oder langfristige Unternehmensstrategie, die durch verantwortungsvolles Handeln die Gesellschaft an ihrem Erfolg teilhaben lässt und somit das Gemeinwohl fördert.
                                                                         zurück zur Übersicht

Trierischer Volksfreund vom 14.09.09

Nur gemeinsam sind wir stark
Von unserer Mitarbeiterin
Die Klassenstufe 6 der Realschule plus Manderscheid drückte für einen Tag nicht, wie sonst üblich, die Schulbank. Der Unterricht fand diesmal an der frischen Luft rund um die Manderscheider Burgen statt.
Manderscheid. (red) Der Projekttag der beiden sechsten Klassen stand unter dem Motto "Stärkung von Teamgeist und Kooperation innerhalb der Klasse" und wurde von ausgebildeten und erfahrenen Erlebnispädagogen des Trierer Kinder- und Jugendhilfeträgers Palais in Kooperation mit der Schulsozialarbeiterin Ramona Eiserloh organisiert. Beide Klassen lösten an jenem Tag unabhängig voneinander unterschiedliche Teamaufgaben, deren Lösung Einzelkämpfer immer wieder zum Umdenken zwang. Denn schnell wurde auch dem letzten Schüler klar: Alle Aufgaben konnten nur gemeinsam als Team zufriedenstellend bewältigt werden. Ob beim "Eierfall", beim Überqueren des "Lavastroms" oder beim gemeinsamen Überqueren des mobilen Seilparcours: keine der gestellten Aufgaben konnte im Alleingang, sondern nur nach vorheriger Absprache mit gegenseitiger Hilfe und Einschätzung eigener und fremder Stärken und Schwächen optimal und zufriedenstellend für die gesamte Klasse gelöst werden. Die Kinder machten so ganz nebenbei die wichtige Erfahrung, dass jeder Einzelne für die Klassengemeinschaft wichtig ist und jeder in der Klasse Stärken und Schwächen hat.
Die Schüler trainierten hierbei spielerisch und mit viel Spaß innerhalb der Gruppe Kompetenzen, die nicht nur im Hinblick auf den Schulalltag sondern auch in Bezug auf das spätere Berufsleben außerordentlich notwendig sind. Ein für jeden einzelnen Schüler persönliches Highlight des Projekttages stellte das Abseilen von der Manderscheider Oberburg dar. Ein Großteil beider Klassen stellte sich dem Wagnis und seilte sich 30 Meter in die Tiefe ab.
Was blieb, ist das stolze Gefühl in der Brust "es geschafft zu haben", die Anerkennung der Mitschüler und das Bewusstsein innerhalb der Klasse gemeinsam etwas erreichen zu können, wenn alle fair an einem Strang ziehen.Finanziell unterstützt wurde dieser Tag vom Landkreis Bernkastel-Wittlich sowie dem Förderverein der Realschule plus Manderscheid.
                                                                         zurück zur Übersicht

Trierischer Volksfreund vom 04.09.2009

Wiedersehen mit Brüchen und Adjektiven
Trier. Behar Gashi besitzt keinen Schulabschluss. Zwar sei er nie schlecht in der Schule gewesen, erzählt der 18- Jährige. "Aber ich bin nur hingegangen, wenn ich Lust hatte."
Auch seinen Aufenthalt an der Berufsschule in Kirn an der Nahe hat Behar abgebrochen und sich stattdessen mit einem Job als Küchenhilfe durchgeschlagen.
Durch die Arbeitsgemeinschaft Stadt Trier (ArGe) hat Behar vom Projekt "HASA" (Hinführung zum nachträglichen Erwerb des Hauptschulabschlusses) des "Palais e.V." erfahren, das von der ArGe und dem Europäischen Sozialfonds finanziert wird. Bei "HASA" lernt Behar in zwölf Monaten nicht nur den Prüfungsstoff für den Hauptschulabschluss, sondern arbeitet parallel in den Vereinseinrichtungen in einem Ein-Euro-Job.
Seit Anfang Juli drückt Behar, den Lehrer und Klassenkameraden nur bei seinem Spitznamen Ali rufen, wieder die Schulbank. "Es war ein cooles Gefühl, wieder einen Stift in der Hand zu halten." Er sei zwar "eigentlich kein großer Fan von Deutsch und Mathe", der Unterricht der Palais-Pädagogen mache ihm jedoch Spaß: "Es ist nicht so streng und langweilig wie damals in meiner Schule." Seine Klasse findet der Ex-Schulabbrecher "absolut korrekt", die 14 HASA-Teilnehmer haben Behar alias Ali gleich zum Klassensprecher gewählt.
Seine Arbeitsstunden hat er zum Großteil beim Aufbau des neuen Kunst- und Kulturzentrums in der Aachenerstraße abgeleistet, demnächst wird er im Garten arbeiten. Was seine berufliche Zukunft angeht, interessiert sich Behar mehr für den künstlerischen Bereich. Dem talentierten Zeichner hat es besonders die Hip-Hop-Musik angetan. "Ich rappe, seit ich die ersten Töne rausbringen konnte", erzählt Behar stolz. Zwar würde er "schon gern bei Deutschland sucht den Superstar gewinnen", aber die Musik werde wohl sein Hobby bleiben.
Eine Alternative will sich der 18-Jährige noch überlegen, vielleicht Synchronsprecher: "Ich kann ganz gut Stimmen imitieren." Dazu braucht Behar erstmal den Abschluss. Und der wird "sehr gut", da ist er "zu hundert Prozent sicher". Schließlich habe er endlich eingesehen, "wie wichtig der ist". Angst um seine Freizeit hat Behar auch nicht mehr: "Es sind ja nur sechs Stunden am Tag."
                                                                         zurück zur Übersicht

Trierischer Volksfreund vom 27.08.09

Futuristen gesucht und gefunden
Von unserem Redakteur Dieter Lintz
Die deutsche Unesco-Kommission und die Drogeriemarkt-Kette DM haben sich zu Jahresbeginn im Rahmen der Initiative "Sei ein Futurist" auf die Suche nach förderungswürdigen Zukunfts-Projekten gemacht. Acht Trierer Initiativen werden nun prämiert.
Trier. (DiL) Jeweils 1000 Euro pro Projekt sollen helfen, die unterschiedlichen Ansätze zu fördern. Gemeinsam haben alle Initiativen, dass junge Leute an ihnen beteiligt sind und dass sie sich nachhaltig für eine lebenswerte Zukunft engagieren.
Dazu gehört "Plant and Recycle", eine Kombination aus Baumpflanz-Aktionen und Ankurbelung von Reycling-Produkten in Schulen. In eine ähnliche Richtung geht ein Energiespar-Projekt der Waldorfschule, in dessen Rahmen Schüler systematisch Schwachstellen beim Energieverbrauch aufspüren.
Mit Essen und Trinken beschäftigen sich zwei der ausgezeichneten Ideen: Der Schüler-Kiosk "Snick" im Rathaus, den die Porta-Nigra-Schule und die Kurfürst-Balduin-Hauptschule in Kooperation betreiben, und die Erarbeitung eines generationsübergreifenden, persönlich gefärbten "Erlebniskochbuchs" bei der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Palais e.V.
Zwei weitere Trierer Aktionen haben einen internationalen Zuschnitt: Das schon seit Jahren engagiert betriebene Indien-Projekt der Unesco-Projektschule AVG und die Erstellung einer Mediathek "Globales Lernen in Trier" bei der Lokalen Agenda.
Für die Förderung von Toleranz gegenüber Homosexualität und den Abbau von Homophobie unter Schülern setzt sich ein Aufklärungs-Projekt ein, zu dem sich ein Aktionsbündnis zusammengeschlossen hat. Das achte geförderte Projekt ist die Einrichtung eines Kinder- und Jugendkinos in der Gemeinde Osburg, durch das ein Integrationsort in der von vielen Neubürgern geprägten Gemeinde entstehen soll.
Am Samstag stellen sich alle acht Projekte von 12 bis 16 Uhr im DM-Markt in der Trierer Hornstraße vor. Dezernent Ulrich Holkenbrink wird als Vertreter der Stadt zum Start dabei sein, wenn die Schecks über jeweils 1000 Euro überreicht werden.
                                                                         zurück zur Übersicht

Rathauszeitung vom 18.08.09

Farbe für das Selbstvertrauen
Konzentriert bearbeitet Chris mit Hammer und Meisel einen Sandstein, rundet mit sicheren Schlägen die Ecken ab, die Steinbrocken spritzen weg. Kurz begutachtet er sein Werk und setzt zu neuen Schlägen an. Schweißperlen zeigen sich auf seiner Stirn, die Arbeit ist anstrengend und doch lässt er nicht von dem Stein ab, weil es ihm viel Spaß macht. Weitere Jugendliche gesellen sich zu ihm, bearbeiten das andere Ende des Steinblocks nach ihren eigenen Vorstellungen.
Dabei spielt Rücksichtnahme eine große Rolle, die Werkzeuge setzen sie so an, dass die absplitternden Brocken die Mitstreiter nicht verletzen.
Das Fertigen von Skulpturen aus Stein, Metall und Holz ist nur eine der Stationen, die junge Leute zwischen 15 und 25 Jahren beim Aktionstag in der Skatehalle Projekt X im ehemaligen Edeka-Gebäude in der Aachener Straße ausprobieren können. Von Klassikern wie Fußball oder Badminton für Mädchen über eine Babysitter-Ausbildung bis hin zum Tanzen zu Hip Hop-Beats oder wie die Stars in den Videoclips reichen die Kurse, die der Kinder-, Jugend- und Familienhilfeträger Palais e. V. ab September im Rahmen des Projekts „Taktik – Treffpunkt für Aktivierung, Kommunikation, Training, Integration und Kultur“ anbietet. Das Vorhaben, das Bürgermeister Georg Bernarding beim Start im Mai vorgestellt hatte, vereint neben dem freizeitpädagogischen aktivierenden Kursprogramm Angebote der klassischen Jugendberufshilfe und dem „Azubi-Coach“. Er agiert als Vermittler zwischen Auszubildenden und Betrieben und unterstützt tatkräftig bei unterschiedlichsten Problemen.
Mit den Jugendlichen, die bereits durch das Projekt Taktik betreut werden, hat Palais e. V. die zehn Kurse erarbeitet, die ab September kostenlos angeboten werden. „Sie sollen den Jugendlichen helfen, Lust und Interesse an den eigenen Fähigkeiten zu entwickeln, so das eigene Selbstvertrauen zu stärken und die Gemeinschaft mit anderen zu erleben“, sagt Palais-Geschäftsführer Reinhold Spitzley. Zudem solle das Programm die jungen Leute motivieren und an die Arbeit heranführen, sie für eine Ausbildung in den verschiedenen Bereichen begeistern.
Rugby und Mode
Neben Rugby, Journalismus, dem Entdecken fremder Länder oder dem Designen von Mode und Schmuck, die den Jugendlichen einen Vorgeschmack auf die dreimonatigen Kurse geben sollen, bei denen der Einstieg jederzeit möglich ist, können die jungen Leute am Aktionstag weitere Aktivitäten ausprobieren. Dazu zählen Jonglage, Trommeln und eine professionelle Fotosession.
In der Skatehalle, in der zahlreiche Biker und Skateborder ihre Runden über den schon entstandenen Hindernisparcours drehen, verschönern vier junge Männer am Aktionstag die triste weiße Wand mit einem Graffiti. Das Motiv geht auf eine Vorlage des Palais e. V. zurück. Mit bunten Spraydosen nimmt es auf der Wand langsam Gestalt an. Von dem Enthusiasmus der jungen Leute ist „Profi“ Andi, der Kursleiter, begeistert: „Fast alle bringen schon Erfahrungen im Sprayen mit. Wir gestalten das Graffiti gemeinsam.“
Weitere Information zu den neuen Kursangeboten und den genauen Terminen per E-Mail (knopp@palais-ev.de, steines@palais-ev.de) und telefonisch: 0651/41061
                                                                         zurück zur Übersicht

Trierischer Volksfreund vom 14.08.2009

Auf die Taktik kommt es an
Von unserer Mitarbeiterin Gesa Bieg
Der Palais-Verein Trier präsentierte bei seinem Aktionstag in der Skatehalle "Projekt X" sein Projekt "Taktik" und bot einen ersten Vorgeschmack auf die neuen Kurse, die im September starten.
Trier. (gsa) Sortierte Regale, gebohnerte Fliesen, ein säuselndes Radio und das leise Poltern der Einkaufswagen. Von einer ruhigen Supermarkt-Atmosphäre ist in der ehemaligen Edeka-Halle in der Aachener Straße nichts mehr zu spüren. Betritt man jetzt das große Betongebäude, schwappt einem eine Welle von Bewegung und Sinneseindrücken entgegen. Links und rechts zischen Skater und BMX-Fahrer vorbei. Ihr Rufen und Poltern hallt durch den großen Raum. Es riecht nach Sprühfarbe der Graffiti-Sprayer. In einer Ecke das Raumes tanzen Jugendliche zu lauter Musik. In einer anderen Ecke werden mit Werkzeugen große Steinklötze bearbeitet. An einem Tisch sitzen Mädchen und basteln Schmuck. Draußen reißen sich die Jugendlichen beim Rugby um den Ball. Ein Trommler unterhält mit seiner Musik.
Es ist Aktionstag in der Skatehalle "Projekt X", bei dem der Kinder-, Jugend- und Familienhilfeträger Palais sein neues Projekt vorstellt. Das Projekt trägt den Namen Taktik-Treffpunkt für Aktivierung, Kommunikation, Training, Integration und Kultur. Der Aktionstag soll einen Vorgeschmack auf die neuen kostenfreien Kurse bieten, die der Verein ab September anbietet. Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren können in Bereichen wie Videoclip-Dancing, Skulpturenbau, Mode- und Schmuckdesign, Rugby oder Journalismus Erfahrungen sammeln. "In den Kursen sollen die Jugendlichen ihre Stärken kennenlernen und die Scheu verlieren", sagt Leiter und Geschäftsführer Reinhold Spitzlay. Er hofft, Jugendliche gewinnen und sie zukunftsweisend unterstützen zu können. "Der wichtigste Aspekt ist, dass die Jugendlichen sich nicht alleine fühlen und ihr Selbstwertgefühl gesteigert wird", sagt Kooperationspartnerin Marita Wallaich von der Arbeitsgemeinschaft der Stadt Trier.
Die einzelnen Kurse werden von Honorarkräften und Mitarbeiten des Palais-Vereins Trier geleitet und immer von einer pädagogischen Fachkraft begleitet. Steinmetz- und Bildhauermeister Henning Birtz hofft, dass sein Kurs gut angenommen wird. "Mit einfachen Arbeiten am Stein möchte ich die Motivation von Jugendlichen fördern. Bei meinem Kurs geht es vor allem um ein positives Ergebnis", sagt er.
Das Projekt Taktik vereint Angebote aus der klassischen Jugendberufshilfe, einem freizeitpädagogischen aktivierenden Kursprogramm und dem "Azubi-Coach", der als Vermittler zwischen Auszubildenden und Betrieben agiert und bei verschiedenen Problemen unterstützt. Angesiedelt ist Taktik am Standort Balduinsbrunnen des Palais-Vereins Trier, der Anlaufstelle für junge Menschen für alle Fragen rund um den Weg ins Berufsleben.
                                                                         zurück zur Übersicht

Trierischer Volksfreund vom 08./09.08.2009

Tanzen, Rugby, Journalismus
Trier. (red) Der Kinder-, Jugend- und Familienhilfeträger Palais e.V. hat ein neues Projekt gestartet: "TAKTIK - Treffpunkt für Aktivierung, Kommunikation, Trainings, Integration und Kultur". Das Projekt vereint Angebote aus der klassischen Jugendberufshilfe, einem freizeitpädagogischen aktivierenden Kursprogramm und dem "Azubi-Coach", der als Vermittler zwischen Auszubildenden und Betrieben agiert und bei den unterschiedlichsten Problemen unterstützt.
Angesiedelt ist "TAKTIK" am Standort Balduinsbrunnen des Palais e.V., der Anlaufstelle für junge Menschen für Fragen rund um den Weg ins Berufsleben ist. Als Nebenstandort wird unter anderem die "Skatehalle Projekt X" im ehemaligen Edeka-Gebäude in der Aachener Straße in Trier-West genutzt (der TV berichtete).
Im Rahmen des Kursprogramms bietet der Palais e.V. kostenlose Angebote in vielen Bereichen für junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren an. Ab September starten neue Kurse in Bereichen wie Rugby und Fußball, Videoclip-Dancing und Hip Hop, Mode- und Schmuckdesign oder Journalismus.
Um einen Vorgeschmack auf die neuen Kurse zu bieten, findet am Mittwoch, 12. August, von 15 bis 20 Uhr ein Aktionstag in der "Skatehalle Projekt X" statt. Hier präsentieren sich die neuen Kurse. Die offizielle Begrüßung ist für 15.15 Uhr vorgesehen.
Weitere Informationen: Palais e.V., Christophstraße 1, Trier, E-Mail an info@palais-ev.de, Telefon 0651/41061.
                                                                         zurück zur Übersicht

Rathauszeitung vom 21.07.2009

Weitere Eskalation verhindern
Seit Mitte Juni haben sich Anwohnerbeschwerden aus dem hinteren Teil der Ehranger Kyllstraße über nächtliche Ruhestörungen, Sachbeschädigungen und Pöbeleien durch angetrunkene Jugendliche und Erwachsene massiv gehäuft. Zudem gab es Hinweise, dass Passanten durch Bewohner des Hauses Nr. 36 mit Wasserpistolen „beschossen“ wurden. Beamte des Kommunalen Vollzugsdienstes und der Polizeiinspektion Schweich rücken regelmäßig zu nächtlichen Einsätzen aus. Es kam bereits zu vorläufigen Festnahmen. Da diese Probleme mit polizeilichen Mitteln allein aber längst nicht zu lösen sind, ergriff Quartiersmanagerin Vera Erasmy vom Palais e. V. die Initiative und lud zu einer Versammlung ins Bürgerhaus ein.
Mit den Anwohnern diskutierten Jugendamtsleiter Achim Hettinger, Dieter Wiegandt und Bernd Marmann (Polizeiinspektion Schweich), Roman Schmitz, Leiter des Kommunalen Vollzugsdienstes, Ortsvorsteher Günther Merzkirch, Jugend-Streetworkerin Michaela Stoll und Palais-Geschäftsführer Reinhold Spitzley. Nach fast zweistündiger, teilweise hitziger Debatte wurde deutlich, dass den pöbelnden und randalierenden Jugendlichen und Erwachsenen ihre Grenzen deutlich aufgezeigt werden müssen, der Gesprächsfaden mit ihnen aber dennoch nicht reißen soll.
Eine weitere Zuspitzung der Situation würde nach Einschätzung von Jugendamtsleiter Hettinger die ohnehin aufgeheizte Stimmung mit aggressiven Untertönen auf beiden Seiten weiter verschärfen. Den Jugendlichen müsse durch Gespräche mit direkt betroffenen Anwohnern klar gemacht werden, was es bedeutet, wenn eine Familie eine Vierfachverglasung in ihren Fenstern einbauen muss, um sich gegen nächtlichen Lärm zu schützen und die elfjährige Tochter sich wegen Pöbeleien angetrunkener Jugendlicher nur noch in Begleitung ihres Vaters auf die Straße traut. Ein Anwohner sprach von „Zusammenrottungen rotzfrecher Jugendlicher, die sich durch die Polizei nur kurzfristig stören lassen.“
„Ich habe als Frau Angst, morgens um 7 Uhr auf die Straße zu gehen, weil ich mehrfach angepöbelt wurde“, berichtete eine Nachbarin. Ein anderer Anwohner hat das mittlerweile das Gefühl, „dass man ein normales Leben nicht mehr führen kann.“
Lothar Schmidt, Inhaber eines ortsansässigen Sportgeschäfts, sprach von einem „sehr schlechten Image von Ehrang“ durch die jüngsten Vorfälle. Dadurch könnte eine negative Abwärtsspirale verstärkt werden, die sich seit geraumer Zeit abzeichnet: Manche  Häuser im Ortskern sind in einem schlechten Zustand, weil die Eigentümer kein Geld mehr für Renovierungen haben. In anderen Häusern, in denen früher zwei bis drei Personen wohnen, entstanden zur Profitmaximierung viele kleine Wohnungen. Dadurch sinken die Mieten und die in Jahrzehnten gewachsene Sozialstruktur gerät aus den Fugen. In der Diskussion wurde gefordert, dass die Arge der Stadt und der Agentur für Arbeit bei der Bewilligung von Mietzuschüssen an „Hartz-IV“-Empfänger darauf achten solle, diese problematische Entwicklung nicht zu fördern. Bauaufsicht und Ordnungsamt sollten zudem durch Kontrollen sicherstellen, dass hygienische Mindeststandards eingehalten und Brandschutzvorschriften beachtet werden.
Einige Anwohner der Kyllstraße sehen  in einem Wegzug den einzigen Ausweg. Dem steht aber entgegen, dass der Wert vieler Immobilien deutlich gesunken ist und sie bei einem Verkauf drastische Verluste hinnehmen müssten. Auch vor diesem Hintergrund wurden die Forderungen an das Rathaus und die örtlichen Kommunalpolitiker immer lauter, „endlich etwas zu unternehmen“. Der Ehranger Ortsvorsteher Günther Merzkirch verwies unter anderem auf Investitionen in Spielplätze und den Grundschulhof, die aus dem Stadtteilbudget finanziert wurden. „Insgesamt hat der Ortsbeirat in den letzten zehn Jahren rund 70 000 Euro  für Kinder und Jugendliche ausgegeben“, betonte er.
Merzkirch beklagte, dass die Suche nach einem Bolzplatz, der als Jugendtreffpunkt die Lage entspannen könnte, seit Jahren erfolglos ist. Wenn ein neuer Standort ins Gespräch komme, protestierten Anwohner wegen der befürchteten Lärmbelästigung. Jugend-Streetworkerin Michaela Stoll hält einen neuen festen Treffpunkt ebenfalls für unerlässlich, um die nächtlichen Lärmbelästigungen zu entschärfen.
In der Diskussion wurde gefordert, die Eltern der pöbelnden und randalierenden Jugendlichen stärker in die Pflicht zu nehmen. „Was haben angetrunkene Jugendliche nachts um 0.30 Uhr noch draußen auf der Straße zu suchen?“, fragte eine Anwohnerin.
Für Palais-Geschäftsführer Spitzley sind die Probleme in Ehrang kein Einzelfall: „Diese negative Entwicklung zeichnet sich schon seit rund zehn Jahren ab. Immer mehr Familien werden ihrer Verantwortung nicht gerecht.“ Ein Alkoholverbot auf einem Platz, wie in Konz praktiziert, sei keine Lösung, denn die Probleme würden nur verlagert. Jugendamtsleiter Hettinger verwahrte sich gegen den Vorwurf, in Ehrang „werde nichts getan“. Er verwies unter anderem auf den Ausbau der Kita-Angebote und die Einstellung der Streetworkerin, die häufiger als zunächst geplant in Ehrang präsent ist und durch eine zweite Honorarkraft unterstützt wird. Hettinger bot außerdem den Familien die Hilfe des Jugendamts an.
Für Quartiersmanagerin Erasmy ist eine einfache Lösung des Problems nicht in Sicht. Sie will die verschiedenen Angebote noch besser vernetzen. Sie bot an, alle Vorschläge zur Entschärfung der Probleme zu sammeln und alle Beteiligten erneut an einen Tisch zu bringen, damit auch dieser Gesprächsfaden nicht abreißt.
                                                                         zurück zur Übersicht

Trierischer Volksfreund vom 16.07.2009

Sehnsucht nach Frieden im Viertel
Von unserem Redakteur Marcus Hormes
Orientierungslose Jugendliche, Dreck auf den Straßen, verfallende Gebäude: Mit solchen Problemen hat nicht nur Ehrang zu kämpfen. Behörden, Sozialarbeiter und Bürger wollen sich gemeinsam für mehr Lebensqualität in ganz Trier einsetzen.
Trier-Ehrang. Ein Brandbrief von Geschäftsleuten und mehrere TV-Berichte über die Zustände rund um die Ehranger Kyllstraße brachten den Stein ins Rollen. Quartiersmanagerin Vera Erasmy lud per Handzettel zu einer Versammlung ins Bürgerhaus ein, auch als Schritt auf dem Weg zu einem großen TV-Forum. Rund 60 Bürger machten ihrem Ärger über lärmende und pöbelnde Jugendliche und Erwachsene Luft, aber auch über vernachlässigte Appartementhäuser mit schwieriger Wohnklientel.
"Solche negative Entwicklungen gibt es in mehreren Stadtteilen", stellte Reinhold Spitzley (Verein Palais) fest. "Immer mehr Menschen werden ihrer Verantwortung nicht gerecht und überlassen Kinder sich selbst." Neun Podiumsteilnehmer diskutierten mit dem zum Teil merklich frustrierten Publikum über Auswege.
Sicherheit und Ordnung: Ganze acht Uniformierte des kommunalen Vollzugsdiensts sollen in ganz Trier Ruhestörungen unterbinden - neben anderen Aufgaben. "Damit hat Trier die rote Laterne in Rheinland-Pfalz", sagte Vollzugsdienst-Leiter Roman Schmitz (siehe Extra). Gemeinsam mit der für Ehrang zuständigen Polizei Schweich denkt das Ordnungsamt über ein gezieltes Vorgehen gegen das bekannte Dauerproblem Kyllstraße nach.
Runder Tisch Jugendarbeit: Vera Erasmy will die einzelnen Anbieter und Angebote in Ehrang besser vernetzen, um das Optimale herauszuholen und Lücken möglichst zu schließen. Streetworkerin Michaela Stoll - für ganz Trier zuständig - steht neuerdings für ihre Cliquen-Arbeit mit 29 Ehranger Jugendlichen neben einer männlichen Honorarkraft auch eine weibliche zur Verfügung - vorläufig.
Kontrollen, Kehrpflicht, Gespräche mit Familien
Wohnqualität/Gebäudemanagement: Investoren kaufen Altbauten im Ortskern, verzichten weitgehend aufs Renovieren und vermieten viele kleine Wohneinheiten an ein entsprechendes Klientel. Dieser Teufelskreis soll durchbrochen werden. Die Verwaltung könnte die hygienischen Verhältnisse und die Brandsicherheit der Häuser kontrollieren und bei Wohngeld-Beziehern feststellen, ob die Miete in Relation etwa zum Platzangebot gerechtfertigt ist. Die Kehrpflicht der Hauseigentümer müsse durchgesetzt werden, fordert Werner Loch vom Gewerbeverein.
Familienhilfe: Achim Hettinger, Leiter des Jugendamts, will verstärkt das Gespräch mit Jugendlichen suchen und prüfen, in welchen Fällen Familien unterstützt werden können.
EXTRA Vollzugsdienst: Der kommunale Vollzugsdienst der Stadt Trier arbeitet in zwei Schichten von 7.30 bis 0.30 Uhr. Bei Ordnungswidrigkeiten wie einer Ruhestörung kann ein Bußgeld verhängt werden. "Wenn unsere Mitarbeiter nach Beschwerden vor Ort eintreffen, herrscht oft schon wieder Ruhe", schildert Leiter Roman Schmitz ein Problem der Praxis. "Kaum sind wir weg, geht es vielleicht wieder weiter mit dem Lärm. Bei einem Appartementhaus fällt es zudem schwer, den Lärm eindeutig einem Verursacher zuzuordnen." Ortsbeirat: "Wir haben uns mehrfach um einen Bolzplatz bemüht", sagt Ortsvorsteher Günther Merzkirch. "Letztlich waren immer Leute dagegen, weil sie Randale und Lärm befürchteten." Aus dem Ortsteil-Budget (pro Jahr 33 000 Euro) sei auch viel für die Jugend getan worden.
                                                                         zurück zur Übersicht

Trierischer Volksfreund vom 03.07.2009

Subkultur im Supermarkt
Von unserer Redakteurin Christiane Wolff
Anschauen, ausprobieren, mitmachen: Die freie Trierer BMX- und Skaterszene und der Jugendhilfeverein Palais stellen am Samstag. 4. Juli, ihr gemeinsames "Projekt X" der Öffentlichkeit vor: der zur Skaterhalle umfunktionierte Ex-Supermarkt in der Aachener Straße.
Trier. Entsteht aus dem Aufeinandertreffen von Einzelsituationen etwas Neues, Fruchtbares, spricht man von Synergie-Effekten. In der Aachener Straße in Trier-West brodelt derzeit eine wahre Synergie-Suppe. Die Zutaten: ein leer stehender Supermarkt, Dutzende heimatlose Skater und ihr Wunsch nach einer wetterfesten Bleibe zum BMX-, Skateboard- oder Inline-Skate-Fahren und der Jugendhilfeverein Palais auf der Suche nach einem geeigneten Ort für ein Berufshilfe-Projekt. Die Stadtverwaltung erklärte sich einverstanden, und das "Projekt X" war geboren: Skater und Jugendhilfeverein teilen sich die ungenutzte Halle, in Eigenregie sollen Kunst- und Berufsprojekte entstehen und die Skater im Winter eine regelmäßige Möglichkeit haben, ihren Sport auszuüben.
Hochkultur könnte auf Subkultur treffen
Am Samstag, 4. Juli, stellen sie ihr Können und ihre Projekte ab 15 Uhr der Öffentlichkeit vor. "Wir hoffen, so eine stärkere Lobby für die Jugend- und Skaterszene zu gewinnen", erklärt Axel Reichertz, Sprecher der Trierer Skater.
Die eine Hälfte der 3000 Quadratmeter großen Halle nutzt der Palais e.V., um Jugendlichen handwerkliche Fähigkeiten für den Einstieg in das Berufsleben beizubringen. Die andere Hälfte hat sich die freie Skater-Szene hergerichtet. Die Synergien reichen weit: Theater und Kunstakademie haben bereits angefragt, ob gemeinsame Aktionen in der Halle möglich wären. Hochkultur könnte so auf Subkultur treffen. "Wir müssen sehen, was machbar ist", sagt Reichertz. Schließlich müssen die Skater alle Kosten - anders als Theater, Kunstakademie und auch andere Jugendorganisationen - selbst aufbringen. "Wir sind daher dringend auf Sponsoren angewiesen", sagt Reichertz.
Denn auch, wenn die Jugendlichen hoch motiviert sind, die Halle eigenhändig geschrubbt und bezugsfertig gemacht haben - perfekt ist diese noch nicht: "Uns fehlt zum einen das Geld, um große Bahnen einzubauen, zum anderen dürfen wir die Halle ja nicht unbegrenzt nutzen." Der Mietvertrag läuft vorerst bis Mai 2010. Hat die Stadt bis dahin einen Investor gefunden, der am Standort Wohnungen errichten will, müssen Skater und Palais aus der Halle raus. "Das war so von Anfang an abgesprochen - und wir sind auch schon auf der Suche nach einer neuen Bleibe", sagt Reichertz.
Am Samstag zeigen die Skater auf BMX-Rad, Rollbrett und Inline-Skates, was sie können. Wer möchte, kann in das freie Fahren einsteigen und sich an den Bahnen "Wheely-Table" oder "Jump-Box" versuchen. Mitmachen lohnt: Wer den besten Trick zeigt, gewinnt ein Skateboard. Um 15 Uhr beginnt das Inline-Sicherheitstraining (Anmeldung unter caro@inlineskate.de, Kosten: 10 Euro inklusive Schutzausrüstung).
Außerdem gibt es Musik, eine Graffiti-Kunstausstellung und Tipps und Tricks zum Skaten. "Und eine Spendendose werden wir natürlich auch aufstellen", sagt Axel Reichertz.
                                                                         zurück zur Übersicht

Trierischer Volksfreund vom 02.07.2009

Ein Papier bringt neuen Lebensmut
Von unserem Redakteur Marcus Hormes
Viel Lob und strahlende Gesichter: Für zehn junge Erwachsene aus dem Raum Trier hat sich ein Jahr harter Arbeit und Lernstress nun ausgezahlt. Dank des Projektes "Hasa" des Palais e.V. besitzen sie jetzt einen Hauptschulabschluss.
Trier. Peter Saupe hat es geschafft. Glücklich und ein bisschen stolz hält der 22-Jährige sein Hauptschulabschluss-Zeugnis in den Händen. Peter ist Teilnehmer des Projektes "Hasa" (Hinführung zum externen Erwerb des Hauptschulabschlusses), mit dem der Verein Palais e.V. bereits im vierten Jahr ehemaligen Schulabbrechern unter 26 Jahren die Chance auf einen nachträglichen Schulabschluss ermöglicht. In diesem Jahr beteiligten sich dreizehn Jugendliche an dem Projekt, das vom Europäischen Sozialfonds und der Arbeitsgemeinschaft Stadt Trier (Arge) finanziert wird. Bei Hasa lernen die Abschluss-Kandidaten in zwölf Monaten nicht nur den vorgegebenen Unterrichtsstoff, sondern arbeiten parallel in Vereinseinrichtungen in einem Ein-Euro-Job. "Der geregelte Tagesablauf war anfangs sehr ungewohnt", gesteht Peter. Die Schule hat er vor Jahren abgebrochen, hat sich mit Nebenjobs durchgeschlagen. "Aber das war Ausbeutung, ich wollte endlich eine ordentliche Ausbildung."
Das Projekt Hasa kam für Peter zur richtigen Zeit, er hat dort viel Positives erlebt: "Die Stimmung in der Gruppe war super und die Pädagogen haben uns unterstützt." Die Absolventen gewinnen neues Selbstvertrauen.
Bei der feierlichen Zeugnisvergabe am Dienstag lobte Reinhold Spitzley, Geschäftsführer des Palais e.V., die Stärken des Projektes: "Wir bereiten die Absolventen nicht nur auf die Berufswelt vor, sie gewinnen hier neues Selbstvertrauen." Zehn von dreizehn Teilnehmern schafften den Hauptschulabschluss. Neben Peter waren Kevin Charles, Roland Charles, Mustafa Chlala, Stefanie Gäul, Hassan Jaber, Daniel Krohn, Sascha Pfistner, Kevin Schulz und Andreas Staudt erfolgreich. Sandra Grau, Leiterin der Palais-Jugendberufshilfe, ist stolz: "Wir haben eine Erfolgsquote von 80 Prozent, und die Absolventen haben sich prima entwickelt."
Bei den Prüfungen, betreut von Lehrern der Geschwister-Scholl-Hauptschule, war Peter Klassenbester. Er sagt, es mache ihm Mut, "jetzt das Zeugnis in der Tasche zu haben". Seine Zukunftspläne sind ehrgeizig: Tischlerlehre, Abitur, Studium. Die ersten Bewerbungen hat Peter mit Hilfe der Palais-Mitarbeiter schon geschrieben. "Wir lassen die Absolventen auch nach der Zeugnisvergabe nicht allein", erklärte Sandra Grau. Im Juli startet bereits die nächste Projekt-Laufzeit mit 24 neuen Teilnehmern.
                                                                         zurück zur Übersicht

Trierischer Volksfreund TV vom 28.05.2009

Kommen und bleiben
Von unserer Mitarbeiterin Dorothee Quaré-Odenthal
Noch in der Probezeit brechen viele Jugendliche ihre oft mühsam bekommene Ausbildung wieder ab. Zwei neue "Azubi-Coaches" sowie attraktive Kursangebote und themenspezifische Schulungen des Palais sollen junge Leute nun beim Übergang in den Beruf unterstützen.
Trier. (QO) Sie erscheint Montag für Montag nicht zur Arbeit, ihre Chefin hat kein Verständnis mehr dafür. Er hat nun endlich einen Ausbildungsplatz, doch er fühlt sich von allen Seiten unter Druck gesetzt und würde am liebsten alles hinwerfen. Nur zwei Beispiele, die aufzeigen, dass es nicht genügt, Jugendlichen einen Ausbildungsplatz zu vermitteln - sie müssen ihn auch behalten. "Der Trend zu Vertragsauflösungen innerhalb der Probezeit hat sich in den letzten zwei Jahren stark erhöht", sagt Petra Kollmann, die Schulbeauftragte der Handwerkskammer. Für über 4400 Lehrverhältnisse im Handwerk gebe es dort lediglich einen Ausbildungsberater. Beim Palais e.V. sind seit Februar zwei "Azubi-Coaches" beschäftigt: Im Rahmen des neuen Projekts "Taktik - Treffpunkt für Aktivierung, Kommunikation, Training, Integration und Kultur" sollen sie junge Leute beim Übergang in den Beruf unterstützen. Das Projekt läuft bis Ende 2011 und wird finanziert durch die Arge Stadt Trier und das ESF (Europäischer Sozialfonds)-Bundesprogramm "Xenos - Integration und Vielfalt".
"Die Jugendlichen haben ganz unterschiedliche Probleme", sagt "Azubi-Coach" Kerstin Knopp. "Haben sie das richtige Berufsfeld ergriffen, kommen sie mit dem Chef nicht zurecht" Oft seien ihre Vorstellungen völlig unrealistisch, die Frustrationstoleranz gering. "Viele von ihnen haben einfach Probleme damit, Regeln einzuhalten", stellt ihr Kollege Oswald Steines fest. Und er resümiert: "Es läuft viel auf Beziehungsarbeit heraus."
"Taktik" punktet mit zwei weiteren Projektbausteinen: Ein kostenloses "aktivierendes Kurssystem" soll jungen Menschen Berufsfelder wie etwa Mode- und Schmuckdesign und digitale Fotografie und Bildbearbeitung vorstellen und sie motivieren. Auch Fußball und Hip Hop werden derzeit wöchentlich angeboten. "Das Kursprogramm soll alle drei Monate geändert werden", sagt Reinhold Spitzley, Geschäftsführer von Palais e.V. "Es soll Jugendliche stabilisieren und ihnen Erfolgserlebnisse vermitteln." Der dritte Baustein, ein themenspezifisches Schulungssystem, richtet sich etwa an Berufsschüler, Ausbilder, Meister, Eltern und Multiplikatoren: Geplant ist unter anderem ein Kommunikations- und Konfliktbewältigungstraining. Für den langfristigen Erfolg von "Taktik" ist auch Birgit Althans, Pädagogikprofessorin an der Universität Trier, mit im Boot: Im Rahmen der sozialpädagogischen Evaluationsforschung soll das Projekt wissenschaftlich begleitet und ausgewertet werden.
Einen jungen Azubi im zweiten Lehrjahr interessiert derzeit nur eines: Dass er mit Hilfe von "Taktik" einen neuen Betrieb findet - der alte möchte ihn nicht weiter ausbilden.
                                                                         zurück zur Übersicht

Trierischer Volksfreund vom 26.05.2009

Skaterpark im Supermarkt
Leere Markthalle wird zum Interims-Jugendtreff – Aktionstag am 04. Juli
Noch ist das neue Jugendzentrum, das im Ex-Edeka-Markt in Trier-West entsteht, nicht eröffnet. Der Jugendhilfeverein Palais und die Trierer freie Skaterszene haben ihr gemeinsames "Projekt X" (Volksfreund vom 20. Mai) aber bereits der Öffentlichkeit vorgestellt.

Trier. (woc) Mit einem rasanten Kunststück bewies Skater Erik Augsten, dass der Hallenboden des ehemaligen Supermarkts in der Aachener Straße bestens geeignet ist für den Rollsport: Beim "Kick Flip" wird während des Sprungs das Rollbrett einmal um sich selbst gedreht, so dass der Skater nach dem Sprung wieder in normaler Position weiterfahren kann. Außer für Rollbrett-, BMX-Rad- oder Inlineskate-Fahrer entsteht in der Halle ein Angebot des Palais e.V., das Jugendlichen auf den Beruf vorbereitet.
Auch Kunstprojekte sind geplant. Aufgeräumt, gereinigt und hergerichtet haben die Jugendlichen selbst Halle und Gelände. Sport- und Sozialdezernent Georg Bernarding unterstützt seitens der Stadt das "Projekt X", das das erste seiner Art in Trier ist. "Eine großartige Idee", meinte Bernarding bei der Besichtigung. Genutzt werden kann die Halle von Jugendhilfeverein und Skatern allerdings nur, bis die Stadt einen geeigneten Investor für das Gelände in der Aachener Straße gefunden hat. Dort sollen Wohngebäude entstehen.
Beim "Projekt-X-Tag" am 4. Juli finden in der Halle Skate- und Graffiti-Vorführungen statt, Interessierte sind eingeladen.
                                                                         zurück zur Übersicht

16vor vom 23.05.09

Modernes Jugendzentrum auf Zeit
Christian Palm
Schlachthof, Supermarkt, Jugendzentrum: In der Aachener Straße in Pallien soll eine neue, moderne Einrichtung für die Skater- und Sprayer-Szene entstehen. Das Glück wird aber wohl nur von vorübergehender Natur sein. Vor wenigen Tagen machten die jugendlichen Nutznießer jedenfalls beste Werbung in eigener Sache.
PALLIEN. Es war eine der typischen Einladungen, die vor einigen Wochen in den elektronischen Postfächern Trierer Redaktionen landete. Um ein Projekt ging es, das die Organisatoren vorstellen wollen. Im Anhang zudem ein als “Projektskizze” betiteltes Dokument im Word-Format. Das klang nach der üblichen lokalen Pressekonferenz mit einleitenden Worten, in denen “Projekt” und “Kooperation” deutlich überrepräsentiert sind. Anders am vergangenen Mittwoch in Trier-West: Im ehemaligen EDEKA-Markt in der Aachener Straße gab es keine trockene Informationsveranstaltung, sondern gelebte Jugendkultur. Die leere Halle war gefüllt mit Jugendlichen Skatern und BMX”™lern, die beste Werbung in eigener Sache machten. Der Palais e.V. stellte sein “Projekt X” vor, die Vision eines modernen Jugendzentrums.
“In traditionellen Jugendräumen stehen ein Kicker, ein Billardtisch und eine Dartscheibe in der Ecke rum. Wir wollen mehr”, beschreibt Axel Reichertz das Ziel. Ein Teil der Halle soll den Skatern vorbehalten bleiben. Daneben wird es aber auch Platz für Werkstätten und vor allem Kultur geben. Graffiti-Künstlern sollen ebenso Raum bekommen wie jugendliche Theater-Akteure und arbeitslose Jugendliche, die ein Handwerk erlernen wollen.
Skaten auch bei schlechtem Wetter
Die Idee stammt von Reichertz, Skater und BMX”™ler seit 30 Jahren und Inhaber des Trierer “Zupport-Skateshop”. Er zeichnete auch verantwortlich für den Skatepark auf dem Petrisberg, der im Rahmen der Landesgartenschau 2004 entstand. “Das war ein erster Schritt in die richtige Richtung”, sagt der Förderer der Trierer Szene. Geht es nach ihm, sollen die Jugendlichen aber auch bei schlechtem Wetter die Möglichkeit haben, ihren Sport auszuüben.
Davon das Skateboarden – ab 2012 übrigens olympisch – den Klienten des Palais e.V. einiges bringen kann, ist Reichertz überzeugt. “Das ist ein spiritueller Sport. Man hat gewonnen, wenn man selbst mit sich zufrieden ist.” Skateboarden fürs Leben also.
Bis eine Idee wie die des modernen Jugendzentrums umgesetzt ist, müssen einige Hebel in Bewegung gesetzt werden. Sport- und Sozialdezernent Georg Bernarding, der als Schirmherr fungiert, musste nach eigener Aussage eine Nacht darüber schlafen, bevor er seine Zusage gab. Denn eigentlich hatte die Stadt andere Pläne mit der leer stehenden Halle, die früher zum Schlachthof gehörte und zuletzt einen Supermarkt beherbergte: Man ist auf der Suche nach einem Investor.
Projekt auf unbestimmte Zeit
Bis der gefunden ist, gehört die Halle dem Palais e.V., der mit Reichertz zusammen was daraus machen möchte. Sobald ein Geldgeber den Zuschlag für die Nutzung bekommt, müssen die Jugendlichen aber wieder raus. So ist das “Projekt X” auf unbestimmte Zeit angelegt und kann ziemlich schnell wieder ohne Dach über dem Kopf dastehen.
Trotzdem ist für Reichertz schon ein großer Schritt gemacht: “Wenn wir hier gute Sachen umsetzen werden, bin ich optimistisch, dass es weiter geht”. Man müsse den Leuten zeigen, wie toll und wichtig die Jugend für die Stadt ist und was sie an einem Ort wie diesem bewegen könne. Mit der Vorstellung des Projekts hat Reichertz mit seinen Mitstreitern jedenfalls den, in Skaterschuhen verpackten, Fuß in der Tür.
Dabei haben sowohl Reichertz als auch Bernarding ein persönliches Interesse daran, dass es in Trier einen festen Platz für Jugendliche Skater und Radler gibt. Reichertz, der für das “Projekt X” ehrenamtlich arbeitet, damit er weiterhin seine Produkte an den Mann bringen kann und Bernarding, weil sein Sohn gerne mit dem BMX-Rad unterwegs ist. Bis das neue Jugendzentrum seine Pforten regelmäßig öffnet, wird es noch etwas dauern. Gebraucht werden noch viele helfende Hände und der ein oder andere Geldgeber. Eins ist aber jetzt schon klar: Wenn der neue Investor für die Halle da ist, wird den Kids der Abschied schwer fallen – und die Pressekonferenz um einiges weniger lebhaft ausfallen.
                                                                         zurück zur Übersicht

Rathauszeitung vom 22.05.2009

Skatertreff im Supermarkt
Wer den früheren Edeka-Supermarkt neben der Kunstakademie in der Aachener Straße länger nicht gesehen hat, wird ihn kaum wiedererkennen: Er ist aus dem Dornröschenschlaf erwacht, Jugendliche „fliegen“ mit ihrem Skateboard, BMX-Rad oder den Inlinern über eine der vielen Rampen oder feilen auf einem Parcours an ihrer Kurventechnik. Mit dem innovativen "Projekt X", das in Zusammenarbeit zwischen dem Jugend- und Sozialdezernat und dem freien Träger Palais e. V. entsteht, hat die mehrere hundert Jugendliche starke Szene in Trier und Umgebung zumindest zeitweise eine überdachte Trainingshalle für die kalte und nasse Jahreszeit gefunden. Sie ergänzt den GKN-Skatepark auf dem Petrisberg. Bei der Präsentation sprach Bürgermeister Georg Bernarding von einer „großartigen Idee“ und einem „Ort der sich entwickeln kann“.
Die Skater, BMX-Fahrer und Inliner sind nach Angaben von Palais-Geschäftsführer Reinhold Spitzley nicht in traditionellen Sportvereinen organisiert und bewegen sich häufig noch am Rande der Legalität. Um so wichtiger sei für sie, einen festen Anlaufpunkt auch in der kalten Jahreshälfte zu haben. Das Gebäude ist aber viel mehr als eine reine Trainingshalle, denn der Palais e. V., an den sich die Jugendlichen gewendet hatten, realisiert dort gleichzeitig sein Jugendberufshilfeprojekt  „TAKTIK – Treffpunkt für Aktivierung, Kommunikation, Training, Integration und Kultur". Jugendliche werden in handwerklichen und kreativen Grundfertigkeiten zum Beispiel als Maurer, Maler, Steinmetz oder Metallbearbeiter qualifiziert. Das Berliner Arbeitsministerium, der EU-Sozialfonds, das Rathaus und die Arge fördern das Projekt, das seit Februar in der Aufbauphase ist.
In der vorübergehenden Nutzung des früheren Supermarkts liegt nach Einschätzung Spitzleys die Chance, Erfahrungen zu sammeln und auszuprobieren, ob und wie ein derartiges Vorhaben in Trier angenommen wird und wie groß der tatsächliche Bedarf ist. Darauf aufbauend könne das Konzept eines modernen Jugendsport- und Kulturzentrums der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Nach Angaben von Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani, die ebenfalls an der Präsentation teilnahm, ist mittelfristig für das Gelände an der Aachener Straße eine neue Nutzung nach den Grundideen das Programms  „Stadt am Fluss“ geplant. In den nächsten Monaten wird die Ausschreibung für die Investorensuche in Angriff genommen.
                                                                         zurück zur Übersicht

Trierischer Volksfreund vom 19.05.2009

Skaten statt Shoppen
Von unserer Redakteurin Christiane Wolff
Im ehemaligen Edeka-Markt in Trier-West wird geschrubbt und renoviert: Hunderte BMX-, Rollbrett- und Rollschuhfahrer sollen dort eine neue, überdachte Heimat finden. Der Jugendhilfeverein "Palais" zieht mit einem Berufshilfeprojekt ein. Die Stadt stellt die Halle zur Verfügung, bis ein Investor für die gewünschte Wohnbebauung gefunden ist.
Trier. Schon lange ist die Trierer Skater-Szene - mehrere Hundert Jugendliche und junge Erwachsene mit ihren Inline-Skates, Rollbrettern oder BMX-Rädern - auf der Suche nach einer überdachten Übungsstätte. Denn die Skatebahn auf dem ehemaligen Landesgartenschau-Gelände ist zwar bei schönem Wetter ideal, bei Regen und Kälte muss das Training allerdings ausfallen.
Im Trierer Jugendhilfeverein "Palais" hat Axel Reichartz, Sprecher der nicht in einem Verein organisierten Skater, schließlich einen Partner gefunden. Denn der Verein war ebenfalls auf der Suche nach Räumen - allerdings für ein Projekt, bei dem Jugendliche Kunst, Kultur und handwerkliche und kreative Fertigkeiten erlernen sollen, um sich auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Eine geeignete Halle, in der Skater und Jugendhilfe unter ein Dach gebracht werden könnten, fand sich in der Aachener Straße: Der seit längerem leer stehende Ex-Edeka-Supermarkt.
Sozial- und Sportdezernent Georg Bernarding unterstützte die Idee, auch der Stadtvorstand stimmte zu: Bis sich ein Investor gefunden hat, der auf dem Gelände die von der Stadt gewünschte Wohnbebauung realisieren will, können die Jugendlichen die Halle nutzen.
"Projekt X" haben Skater-Szene und Palais e.V. das gemeinsame Kind getauft. 3000 Quadratmeter Fläche bietet die Halle. "Der Fliesenboden ist ideal geeignet für den Rollsport", freut sich Axel Reichertz.
Verschiedene Bereiche sollen abgeteilt werden: Rampen für die Skater und BMX-Fahrer, eine Ecke, in der die Jugendlichen sich an verschiedenen Verputz- und Maltechniken üben können, ein Workshop-Bereich für Kunst und Kultur, ein weiterer Raum für handwerkliche Trainings sowie ein Eingangs- und Ruhebereich. "Dass die Halle nur vorübergehend genutzt werden kann, bietet uns die Chance, Erfahrungen zu sammeln und auszuprobieren, ob und wie ein derartiges Vorhaben in Trier angenommen wird", erklärt Palais e.V.-Geschäftsführer Reinhold Spitzley.
Das Säubern, Renovieren und Einrichten von Halle und Gelände übernehmen Verein und Skater. Geöffnet haben soll "Projekt X" von Dienstag bis Samstag. Der Eintritt in den Skate-Park beträgt einen Euro. "Als kleinen Obolus für unsere Nebenkosten und zur Kontrolle, um zu sehen, wie viele Skater unser Angebot tatsächlich nutzen", erklärt Reichertz.
                                                                         zurück zur Übersicht

Trierischer Volksfreund vom 19.05.2009

Skaterhalle für Trier im Blick
Trier Freie Trierer Skater-Szene und Jugendhilfeverein Palais e.V. starten gemeinsames „Projekt X“: Triers erste Rollsport- und Jugendkultur Halle
(woc) Im ehemaligen, seit Längerem leer stehenden Edeka-Markt in Trier-West wird geschrubbt und renoviert: Hunderte BMX-, Rollbrett- und Rollschuhfahrer sollen dort eine neue, überdachte Heimat finden. Der Jugendhilfeverein „Palais“ zieht mit einem Berufshilfeprojekt ein.
Die Stadt stellt die Halle zur Verfügung, bis ein Investor für die gewünschte Wohnbebauung gefunden ist. Ist die Halle fertig hergerichtet, soll sie von dienstags bis samstags geöffnet haben. Der Eintritt in den öffentlichen Skatepark wird einen Euro betragen.
                                                                         zurück zur Übersicht

Rathauszeitung vom 24.03.2009

Bürgerhaus als Stadtteilzentrum stärken
Als dritter Stadtteil nach Trier-Nord und West-Pallien hat jetzt Ehrang seine Quartiersmanagerin: Die 30jährige Diplom-Pädagogin Vera Erasmy nahm Mitte Januar ihre Arbeit auf. Sie sieht es als spannende Herausforderung, gemeinsam mit den vielen Vereinen und Gruppen, dem Ortsbeirat und dem Ortsvorsteher „etwas Neues eigenverantwortlich aufzubauen“. Die Stelle von Erasmy, die beim freien Träger Palais e. V. beschäftigt ist und vorher als Sozialarbeiterin in der Medard-Förderschule tätig war, ist zunächst auf drei Jahre befristet.
Büro in der Niederstraße
Der Stadtrat hatte im November dem Projekt zugestimmt. An den Personal- und Sachkosten von rund 216 000 Euro bei dem Projekt des Förderprogramms Soziale Stadt beteiligt sich das Rathaus mit 54 000 Euro. Ehrang ist neben Trier-West und -Nord derjenige Stadtteil, in dem Familien am häufigsten erzieherische Hilfen in Anspruch nehmen. Ein ähnliches Bild bietet sich bei der Arbeitslosigkeit sowie der Sozialhilfe. Im Ehranger Ortskern soll durch das Quartiersmanagement versucht werden, auffälligen sozialen Fehlentwicklungen entgegenzuwirken.
Die neue Stadtteilmanagerin hofft, bald ihr Büro in der Niederstraße 142 (neben dem Bürgerhaus) beziehen zu können. Die gebürtige Triererin führt viele Gespräche und knüpft Kontakte, um möglichst schnell festzustellen, wo der Bedarf an Unterstützung und Beratung am größten ist und was den Bürgern auf den Nägeln brennt.
Runder Tisch möglich
Erasmy ist bereits fest integriert in den Runden Tisch Jugendarbeit und kooperiert eng mit der Streetworkerin Michaela Stoll. In den nächsten Monaten will sie sich vor allem bemühen, das Bürgerhaus weiterzuentwickeln, es noch besser zu nutzen und damit den ganzen Stadtteil aufzuwerten. Erasmy schwebt ein Begegnungszentrum vor, in dem Alt- und Neu-Ehranger sich kennenlernen und das die Integration von Migranten verbessert. Außerdem will die neue Quartiersmanagerin die „schon sehr gute Vernetzung der Vereine und Institutionen“ weiter ausbauen, auch um die Wege der Bürger zu verkürzen, die eines des zahlreichen Angebote nutzen wollen. Nicht nur vor diesem Hintergrund ist die Öffentlichkeitsarbeit ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit.
Erasmy wünscht sich ähnlich wie in Trier-Nord und -West ein festes Gremium als Ansprechpartner. Denkbar wäre ein Runder Tisch, dem unter anderem der Ortsvorsteher, Vertreter der Kirchengemeinde sowie der Arbeitsgemeinschaft der Ortsvereine angehören würden.  Vera Erasmys erste Erfahrungen sind  gut: „Ich bin sehr positiv aufgenommen worden. Viele zeigten sich interessiert und erfreut, dass etwas für ihren Stadtteil getan wird.“ Die Quartiersmanagerin ist telefonisch erreichbar (0151/50747341) oder per E-Mail: erasmy@palais-ev.de .
                                                                         zurück zur Übersicht

Trierischer Volksfreund vom 08.03.2009

Abschied aus Wittlich
Von unserem Mitarbeiter Werner Klein
Sechs Jahre arbeitete Oswald Steines erfolgreich an der Dualen Oberschule (DOS) in Wittlich. Der Diplompädagoge beendet seinen Dienst auf eigenen Wunsch. "Geschmackvolle" Aufgaben in Trier warten auf ihn.
Wittlich. (wek) Oswald Steines, der nun seine Arbeiststätte als Schulsozialarbeiter in Wittlich verlässt, kennt Wechsel seit seiner Kindheit. „Mein Vater arbeitete in Peru, lernte eine hübsche Peruanerin kennen, sie verliebten sich, heirateten und ich wurde in Peru geboren", erzählt Steines. Sieben Jahre lebte er in Peru, Venezuela und Mexiko. Doch sein Vater wollte mit der Familie nach Trier zurück, und so wurde der kleine Oswald in Trier eingeschult. Nach dem Abitur studierte Steines Diplompädagogik mit dem Schwerpunkt Soziale Arbeit und Betriebswirtschaftslehre. Nach dem Abschluss jobbte er bei einer Luxemburger Bank und in der Erwachsenenbildung. Danach geht Oswald Steines für eineinhalb Jahre zu VW nach Wolfsburg als Praxislerner im Bereich Projektmanagement.
Diese Zeit habe ihm persönlich sehr viel gebracht, privat und beruflich sei er in dieser Zeit gereift. "Eine spannende Sache" bezeichnet Steines seine Anstellung als erster Schulsozialarbeiter im Landkreis Bernkastel-Wittlich am 1. Februar 2003. Schulleitung und Kollegen der Dualen Oberschule wurden ins Boot genommen und zogen mit, es gedieh eine kontinuierliche, fruchtbare Zusammenarbeit. "Das machte Spaß", betont Steines sehr überzeugend. Jetzt gehe er schweren Herzens nach sechs schönen Jahren aus privaten Gründen ganz nach Trier. "Beruflich und familiär ist meine Frau im Restaurant Zur Glocke in Trier eingebunden. Hier werde ich halbtags in der Geschäftsleitung mitarbeiten, vielleicht Koch lernen, ein Berufswunsch aus Kindheitstagen", sagt Steines. Eine zweite halbe Stelle übernimmt er in der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Palais e.V. Trier. Die Zwillinge Emma und Lukas freuen sich über die veränderte Lebenssituation und auf geschmackvolles Essen von Papa.
                                                                         zurück zur Übersicht

Trierischer Volksfreund vom 03.03.2009

Streitschlichter erfüllen wichtige Aufgabe
Konflikte lösen: 85 Schüler von sieben Schulen trafen sich in
Bernkastel-Kues zum Meinungsaustausch
An zahlreichen Schulen bemühen sich "Streitschlichter" um Konfliktlösungen. Es sind ausgebildete Schüler, die versuchen, im Gespräch die Kontrahenten friedlich zusammenzubringen. In Bernkastel-Kues fand nun ein Treffen von 85 Streitschlichtern aus sieben Schulen im Kreis statt. Es ging um einen Erfahrungsaustausch.

Bernkastel-Kues. (sim) Dass sich Heranwachsende gelegentlich streiten, ist normal. Meistens vertragen sich die Streithähne kurze Zeit später wieder. Aber manchmal bleibt der Schwache auf der Strecke, zumal dann, wenn sich eine Gruppe gegen ihn verschworen hat. Dem kann entgegengewirkt werden. An zahlreichen Schulen gibt es daher Streitschlichter. In ihrer Ausbildung lernen diese Schüler, anderen bei Konfliktlösungen beizustehen. Wenn es auf dem Schulhof oder in der Klasse mal wieder richtig Zoff gegeben hat, greifen sie ein, und sie versuchen, mit den Streithähnen eine gemeinsame Lösung zu finden.
Zum Beispiel, wenn ein Schüler dem anderen einen teuren Füller zerbrochen hat. Beide haben dann die Möglichkeit, bei den Streitschlichtern vorzusprechen, damit der Zank nicht eskaliert und schnell eine friedliche Lösung gefunden wird. Die Streitschlichter hören sich beide Parteien an und fordern sie auf, einen Lösungsvorschlag zu machen.  Wird dieser jedem gerecht, unterzeichnen die Zänker eine Vereinbarung, auf der die gemeinsame Lösung notiert wird.
In Bernkastel-Kues trafen sich jetzt 85 zu Streitschlichtern ausgebildete Schüler. Mit dabei waren die Schulsozialarbeiterinnen Nadine Werner (Hauptschule Bernkastel-Kues), Ramona Eiserloh (Regionale Schule Manderscheid), Rebecca Müller (Duale Oberschule Wittlich), Yvonne Fries (Hauptschule Traben-Trarbach), Heike Hermanns (Hauptschule Neumagen-Dhron), Kerstin Kettern (Hauptschule Morbach) und Barbara Fröhlich (Regionale Schule Salmtal).
Zweck des Treffens: Was können die einen von den anderen lernen? Welche spezifischen Probleme gibt es an der eigenen Schule? Was kann verbessert werden? Yvonne Fries zieht ein positives Fazit: "Das war eine rundum gelungene Veranstaltung, die sicher noch einmal wiederholt wird. Die Schüler haben viel voneinander gelernt, sie nehmen viele Anregungen mit nach Hause, und sie haben gespürt, dass sie als Streitschlichter eine wichtige Aufgabe erfüllen."
                                                                         zurück zur Übersicht

Trierischer Volksfreund vom 01.03.2009

Jenseits der Marschmusik
Von unserem Mitarbeiter Dietmar Scherf
Das war perfekt: Rund 1800 Besucher erlebten in der Arena einen Musikgenuss vom Feinsten. Die Big Band der Bundeswehr zeigte sich in einem zweistündigen Showkonzert von ihrer besten Seite. Das Konzert präsentierte der Trierische Volksfreund.
Trier. Freitagabend, 22.30 Uhr: Die Zuhörer stehen in der Arena und zollen der 21-köpfigen Band um Bandleader Oberstleutnant Christoph Lieder frenetischen Beifall. Bravo- und Zugabe-Rufe hallen durch den riesigen Raum. Auch die Musiker bedanken sich nach dem Benefizkonzert für die Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Palais e.V. stehend beim begeisterten Publikum. Der Leiter des Palais, Reinhold Spitzley, hat die Bühne erklommen. Er dankt der Band für die fantastischen Darbietungen, den Besuchern für ihr Kommen und seinen Mitarbeitern für die perfekte Vorbereitung. Der "Geheimwaffe der Bundeswehr", damit meint Spitzley die Sängerin Bwalya aus Sambia, überreicht er als Zeichen des Dankes einen Blumenstrauß.
Bis zu diesem Zeitpunkt haben die Akteure auf der Bühne beste Klänge professionell präsentiert und ein musikalisches Feuerwerk abgebrannt. Mit verbindenden Worten erläutert Oberstleutnant Christoph Lieder die anstehenden Werke und findet passende Worte zu den einzelnen Solisten. Und derer gibt es viele. Immer wieder stehen die Posaunisten, Trompeter, Saxofonisten, die Rhythmusgruppe oder auch Ralph Winter und Solistin Bwalya im Rampenlicht. Das abwechslungsreiche Lichtspiel wird von den Technikern ebenso eindrucksvoll gesteuert wie das Bühnenfeuerwerk oder die Nebelschwaden.
Nach dem von Sängerin Bwalya gesungenen "Goldfinger", "Never, Never, Never" und anderen Hits kündigt der Bandleader das Ende des Konzertes an. Dem lang anhaltenden "Oh" folgt der lautstarke Ruf nach der Zugabe. Natürlich lässt sich die Band nicht lange bitten. Nach dem Konzert sind die Menschen begeistert.
"Die haben klasse Musik gemacht", sagt Willi Müller aus Föhren. Thorsten Kranz aus Kordel: "So etwas darf man sich natürlich nicht entgehen lassen." Und für Mathias Dürr aus Fell, er spielt selbst in einer Band, ist es erstaunlich, "was man aus diesen Instrumenten herausholen kann".
                                                                         zurück zur Übersicht

Trierischer Volksfreund vom 22.02.2009

Big Band der Bundeswehr live in der Trierer Arena
Trier. (red)
Licht aus, Spot an - das bekannteste und renommierteste Show-Orchester Europas lädt zu einem Auftritt der Superlative: Die Big Band der Bundeswehr gastiert am Freitag, 27. Februar, im Rahmen eines Benefizkonzertes mit Swing, Evergreens und aktuellen Rock- und Pop-Hits in feinstem Big-Band-Sound zugunsten der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Palais e.V. in der Arena Trier.
Die Big Band der Bundeswehr kann seit über 30 Jahren von sich behaupten, eine der vielschichtigsten musikalischen Formationen ihrer Art in Europa zu sein. Seit ihrer Gründung 1971 haben die 26 Profi-Musiker der im rheinischen Euskirchen beheimateten Big Band mehr als 16 Millionen Euro für wohltätige Zwecke eingespielt. Mit der Sängerin Bwalya, die bereits mit Weltstars wie Shirley Bassey, Jennifer Rush oder Liza Minelli gearbeitet hat, verfügt das Orchester über eine beeindruckende Vokalsolistin. Karten für das Konzert der Bundeswehr Big Band am Freitag, 27. Februar, sind in den TV-Service-Centern Trier, Bitburg und Wittlich erhältlich.
                                                                         zurück zur Übersicht

Trierischer Volksfreund vom 01.01.2009

Viele neue Perspektiven
Von unserer Mitarbeiterin Anke Emmerling
Erstmals hat es in Trier ein Theaterprojekt als Qualifizierungsmaßnahme für junge Arbeitslose gegeben. Nach gefeierten Aufführungen von Schillers "Die Räuber" ist die von der Nikolaus-Koch-Stiftung, der ARGE der Agentur für Arbeit und der Stadt Trier finanzierte Kooperation von Theater Trier und Palais e.V. jetzt mit positiver Bilanz und einer Spende an die Villa Kunterbunt zu Ende gegangen.
Trier. Mit einer in Trier noch nie erprobten Idee war die Nikolaus-Koch-Stiftung an die ARGE (Arbeitsgemeinschaft) der Agentur für Arbeit und der Stadt Trier Anfang 2008 herangetreten: Arbeitslose Jugendliche sollten über die Erarbeitung eines Theaterstücks zusammen mit dem Theater Trier und unter pädagogischer Betreuung des Palais e.V. persönlich und beruflich relevante Kompetenzen erlernen (der TV berichtete). "Wir hatten mit Sportprojekten schon gute Erfahrungen gemacht, Kultur aber war Neuland", sagt ARGE-Geschäftsführerin Marita Wallrich. Dass es sich gelohnt hat, es zu betreten, ist jetzt, am Ende der Maßnahme, ihre und einhellige Bilanz der anderen Beteiligten. Allen voran der Teilnehmer, die bei der Erarbeitung und Aufführung von Schillers "Die Räuber" unter Leitung von Regisseur Alexander May nachhaltige Erfahrungen machten.
Zum Abschluss eine Spende für die Villa Kunterbunt
"Ich habe Selbstbewusstsein und Stärke gewonnen, habe gelernt, mich zu öffnen, und habe gesehen, dass bei der Arbeit etwas herauskommt", resümiert Petra Longen (25), die sich als Statistin beim Theater bewerben will. Gerhard Weber, Intendant des Theaters, der eine Wiederaufnahme der Räuber-Aufführungen prüfen will, spricht von allseits guten Erfahrungen: "Großes Kompliment an alle Mitarbeiter und Abteilungen, die sich so offen gezeigt und Verantwortung übernommen haben", als auch außerhalb: "Nach anfänglichen Schwierigkeiten haben alle Institutionen an einem Strang gezogen und das Projekt zu einem guten Ende geführt". Dessen sichtbarer Teil, die Aufführung, habe mit den schauspielerischen Leistungen der jungen Leute große Anerkennung bei der Trägerversammlung der ARGE, in der auch Bürgermeister Georg Bernarding Mitglied ist, gefunden, sagt Marita Wallrich. Reinhold Spitzley, Geschäftsführer des Palais e.V., lobt das Projekt als gute Verbindung kultureller Arbeit und Berufsbildung, die er zukünftig fest in die Arbeit der Einrichtung integrieren wolle. "Dafür habt ihr die Tür geöffnet", dankt er den Teilnehmern.
Die schätzen sich so glücklich, dass sie die Früchte ihres Erfolgs gerne teilen wollen. Für ihre mit großem Aufwand selbst gestalteten Programmhefte zum Stück haben sie Spenden für die Villa Kunterbunt gesammelt. 320 Euro überreichen sie deren Leiter Christoph Block, der das Geld zur Unterstützung über 18-jähriger chronisch Kranker bei Ausbildungs- und Arbeitsplatzsuche einsetzen will. "Damit schließt sich ein Kreis", stellt Marita Wallrich fest.
                                                                         zurück zur Übersicht

Aktuelles

»Einstieg Deutsch«

Lernangebot für Geflüchtete: Neuer Kurs startet im Winter.
mehr

Beratungsstelle "Neue Chancen Trier"

Beratungsstelle Neue Chancen: Perspektivencafé am 22.08.2017
mehr

»In Gedenken«

Wir trauern um unser Vorstandsmitglied Dieter Ferring.
mehr

»Hoch hinaus - Das Ferienspecial!«

Termine im Juli bis August 2017 im Waldseilgarten Trier.
mehr

Hort offiziell eröffnet

40 neue Betreuungsplätze im Stadtteil Mariahof geschaffen.
mehr