Jahrgang 2008

Übersicht 2008

Trierischer Volksfreund vom 02.12.2008
Fit für den Beruf (Schulsozialarbeit, Berufshilfe/Beruf und Bildung)
Trierischer Volksfreund vom 30.11.2008
Ein Projekt, das sich gelohnt hat (Berufshilfe/Projekt "Jung hilft")
16vor vom 30.11.2008
Mut, Spiel und Sieg (Berufshilfe/Projekt "Jung hilft")
Trierischer Volksfreund vom 24.11.2008
Hausaufgaben gemacht (Arbeit an Schulen/Schulsozialarbeit)
Rathauszeitung vom 21.11.2008
Ungewöhnliches Projekt (Berufshilfe/Projekt "Jung hilft")
Trierischer Volksfreund vom 18.11.2008
Notwendig und seit Jahren gefordert (Quartiersmanagement Ehrang)
Trierischer Volksfreund vom 16.11.2008
Selbstbewusstsein durch Schauspielen (Berufshilfe/Projekt "Jung hilft")
Trierischer Volksfreund vom 13.11.2008
Ein dicker Klops (Benefizveranstaltung/TV-Schultelefon)
Trierischer Volksfreund vom 11.11.08
Hilfe bei Schulproblemen (Benefizveranstaltung/TV-Schultelefon)
Trierischer Volksfreund vom 11.11.08
Ein Baum für Kinderwünsche (Benefizveranstaltung/"Wunschbaum")
Trierischer Volksfreund vom 01.10.2008
Gewappnet für den Job (Berufshilfe/Beruf und Bildung)
Trierischer Volksfreund vom 17.09.2008
Über Generationen hinweg (Berufshilfe/Chancen Schaffen)
Trierischer Volksfreund vom 10.09.2008
Polizeiorchester gastiert in Mehring (Benefizveranstaltung/Konzert)
Trierischer Volksfreund vom 08.09.2008
Keine Angst vor Schulproblemen (Benefizveranstaltung/TV-Schultelefon)
Trierischer Volksfreund vom 05.09.2008
Teamtraining an der Burg statt Büffeln in der Klasse (Schulsozialarbeit/Erlebnispädagogik)

Trierischer Volksfreund vom 02.12.2008

Fit für den Beruf
Salmtal. (red) Schüler der neunten und zehnten Klasse hatten die Möglichkeit, sich an zwei Tagen mit dem Thema Beruf und Arbeitswelt intensiv auseinander zu setzen. Die Schulsozialarbeiterin Barbara Fröhlich hatte im Vorfeld zusammen mit dem Referent der Jugendberufshilfe Palais in Trier, Thorsten Schmitt, die Inhalte des Projekts besprochen und an den formulierten Bedarf seitens der Schüler angepasst. Dabei wurde an den schon bearbeiteten Themen aus dem Arbeitslehreunterricht angeknüpft, so dass die Zielsetzung im Bereich der Kommunikation, Teamfähigkeit und Selbstpräsentation lagen.
Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, in Kleingruppen ihre Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit zu erproben, um diese dann in der Großrunde zu reflektieren. Ein weiterer Lernbaustein war das Einüben von Methoden der Selbstpräsentation. Am Nachmittag gab es dann auch noch die Gelegenheit, mit einem Vertreter der Agentur für Arbeit und Kostenträger der Maßnahme ins Gespräch zu kommen und Rückmeldung über das Gelernte zu erhalten.
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Trierischer Volksfreund vom 30.11.2008

Ein Projekt, das sich gelohnt hat
Von unserer Mitarbeiterin Anke Emmerling
Tolles Projekt, tolles Ergebnis, diese Bilanz lässt sich nach einer von 220 Zuschauern begeistert aufgenommenen Premiere von Schillers "Die Räuber" in der Aula der Berufsbildenden Schulen ziehen. Junge Arbeitslose waren die Hauptdarsteller der fesselnden Szenen-Collage, die vom Theater Trier in Kooperation mit Palais e.V. und unterstützt von Nikolaus-Koch-Stiftung, Agentur für Arbeit und Stadt Trier erarbeitet wurde.
Trier. Jungen Menschen ohne Arbeit über das Theaterspiel wichtige Schlüsselqualifikationen zu vermitteln ist Inhalt eines in Trier erstmals gestarteten Projekts, aus dem die Teilnehmer viele wichtige Erfahrungen mitnehmen (der TV berichtete). Nun hat das Ergebnis ihrer Arbeit anderen die Erfahrung eines packenden Theater erlebnisses beschert, eine gelungene Umsetzung des für Laiendarsteller sehr anspruchsvollen Stoff: "Die Räuber" von Friedrich Schiller. Darin will der zweitgeborene intelligente Franz mit einer bösen Intrige seinem attraktiven erstgeborenen Bruder Karl Erbfolge und Braut streitig machen, treibt Karl ins Räuberdasein, wird selbst zum Tyrannen und begründet mit all dem den Untergang der Familie. Regisseur Alexander May und die Theater-Pädagogen Ingo Fromm und Elke Reiter hatten bewusst diesen Stoff gewählt.
 Vor allem die stimmige und überzeugende Darstellung der Hauptcharaktere und ihrer Entwicklung bestätigte das. Uli Bonk wirkte als Karl nicht nur durch kraftvolle Bühnenpräsenz authentisch, sondern auch, weil seine Figur eigene Züge trug und sein Credo: "Warum soll ich mich verkaufen, ich nehme nur, was ich zum Leben brauche, ohne zu fragen", widerspiegelte. Ganz stark wirkte auch Jürgen Ulbricht als Franz. Dem von Statur zierlichen Darsteller nahm man die vom Intellekt gesteuerte Entschlossenheit seiner Rollenfigur vollständig ab. Ein Regiekonzept, das auf stringenten, aufs Wesentliche gestrafften Handlungsverlauf, vor allem aber zeitgemäße Adaptationen setzte, gab auch den anderen Darstellern, Vanessa Marschall, Sandra Morgen, Petra Longen, Jennifer Stumps und Angelina Neubert, viel Raum für überzeugendes Spiel zwischen Aufbereitung ihrer eigenen und der Dramenwelt.
Mit "Einer geht noch"-Gesang zu fröhlichem Biergelage der "Räuber" sorgten sie für Schmunzeln, mit in Schattentheater umgesetzten menschlichen Alpträumen aus Furcht, Verzweiflung und Selbstversklavung für Ergriffenheit. Getragen wurde die atmosphärische Dichte der von Tobias Sosinka dramaturgisch beratenen Aufführung durch die Ausstattung von Gekko Crawatzo. Er setzte sowohl beim ausdrucksstarken Bühnenbild aus Bauzäunen und Kabelrollen, eingespielten Video-Sequenzen und Kostümen auf den Kontrast von Schwarz und Weiß mit Blutrot für existenziell bedrohliche Entwicklung. Einen besonderen Stimmungsbeitrag zum Stück leisteten die Wengert Stompers Michael Kreft, Markus Mich und Wolfgang Zähringer mit Rhythmen auf Metallfässern, sowie Inken Kroker (Klarinette, Saxophon), Christian Mattes (Trompete), Helmut Mattes (Tuba) und Thomas Wirtz (Akkordeon) mit sphärischen Klangbildern. Auch sie waren als Räuber Teil des Stücks, ebenso die klare Linien vermittelnden pädagogischen Fachkräfte Nadine Velten und Rainer Disteldorf.
Das Ensemble hatte überdies prominente Unterstützung, Helmut Leiendecker, der den Vater der beiden Brüder spielte. Bravo-Rufe und kräftiger Applaus belohnten die sehenswerte Aufführung.
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16vor vom 30.11.2008

Mut, Spiel und Sieg
Sie haben Mumm in den Knochen und stellen sich auf die Bühnenbretter der ausverkauften BBS-Aula: “Die Räuber” - eine Szenencollage nach Friedrich Schiller hatte eine fulminante Premiere. Die Schauspieler sind Teilnehmer des Theaterprojekts für arbeitslose junge Menschen, eine Kooperation von Palais e.V., Theater Trier und ARGE. Mithilfe von Theater- und Sozialpädagogen haben sie die Herausforderung angenommen und auf ganzer Linie gesiegt. Unter der Regie von Alexander May entstand - alle Pädagogik mal beiseite - eine künstlerisch niveauvolle Inszenierung, die die Essentials von Schillers Klassiker prägnant herausarbeitet.
TRIER. Es ist das Drama der ungleichen Brüder. Karl Moor der vitale und attraktive Erstgeborene vertritt das Prinzip des Gefühls. Uli Bonk zeichnet seine Figur mit extrovertierten und klaren Konturen. Franz Moor, der schmächtige, von der Natur benachteiligte Zweitgeborene vertritt das Prinzip der irregeleiteten Vernunft. Mit Scharfsinn und emotionaler Kälte erzwingt er das Erbe seines Vaters (Helmut Leiendecker) und die Gunst Amalias (Vanessa Marschall). Jürgen Ulbricht verkörpert den intriganten Franz, der auch vor Mord nicht zurückschreckt, mit hoher Intensität.
Aber auch das Prinzip des Gefühls und der kopflosen Leidenschaft führt in die Katastrophe. Karl Moor,  wegen der Verstoßung durch seinen Vater tief verletzt, wird zum Räuberhauptmann. Er und die Bandenmitglieder Spiegelberg (Nadine Velten), Schweizer (Petra Longen), Razmann (Jennifer Stumps) und Hermann (Angelina Neubert) versinken in einem Sumpf aus Gewalt und Verbrechen.
Alexander Mays Inszenierung lässt sich die naheliegende Gewaltthematik nicht aufdrängen. Sie schafft aktuelle, ironisch gebrochene Bezüge zu gesellschaftlichem Frust, Bandenkrimininalität und Terrorismus. Aber die Szenencollage fokussiert sich auf die Frage: Wie können sich Menschen zu so extremen Persönlichkeiten wie Karl und Franz Moor entwickeln?
Die Räuberdarsteller und -darstellerinnen haben grandiose, auch ironisch witzige Szenen. Wie sie pantomimisch Zorn, Angst, Sorge darstellen, wie sie Amalia anbaggern, wie sie die Geisterstimmen in Franzens Wahnsinn intonieren. Der bühnenerfahrene Helmut Leiendecker als alter Moor nimmt sich professionell zurück und fungiert im Ensemble als eine Art Anchorman.
Zur Dichte der Inszenierung trägt die Musik wesentlich bei. Die Percussionisten der Wéngert Stompers, Bläser und Akkordeonist kreieren einen ganz eigenen Sound der Aufführung. Gekko Crawatzo hat die Bühne als Baustelle stimmig und flexibel bespielbar gestaltet. Die BBS-Aula ist ein absolut hipper aber auch schwieriger Aufführungsort. Ein intimeres Theater mit Publikumsrängen nach oben würde den Kontakt zwischen Schauspielern und Publikum sicherlich erleichtern.
Das Theaterprojekt ist unter schwierigen Bedingungen entstanden. Wegen ihrer beruflichen Perspektivlosigkeit strotzten die Akteure zu Beginn des Projektes nicht gerade vor Selbstbewußtsein und Motivation. In Interviews, abgedruckt im Programmheft, sehen sie ihre Lebenssituation völlig illusionslos. Aber Träume und Illusionen braucht das Wunder des Theaters: Wo vorher nichts war, ist dann alles - ein Raum, ein Stück, Schauspieler und ein begeistertes Publikum.
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Trierischer Volksfreund vom 24.11.2008

Hausaufgaben gemacht
Von unserer Redakteurin Sonja Sünnen
Dass an der Dualen Oberschule (DOS) Präventionsarbeit von einem Schulsozialarbeiter geleistet wird, ist keineswegs primär ein Verdienst der Stadt Wittlich. Die Kreisverwaltung stellt klar, dass die Initiative dazu als Teil der Jugendhilfe vom Landkreis ausgeht.
Wittlich. Unlängst debattierte der Wittlicher Stadtrat darüber, ob die Stadt Wittlich einen Runden Tisch installieren solle, der Präventionsarbeit insbesondere für junge Menschen leisten könne. Das wurde abgelehnt. Im Zuge der Diskussion nannte Bürgermeister Ralf Bußmer Beispiele für bestehendes Engagement der Stadt in Sachen Prävention. Dabei äußerte er auch im Bezug zur Dualen Oberschule Wittlich, die zum Teil in Trägerschaft der Stadt ist: "Wir haben schon 2003 einen Schulsozialarbeiter eingestellt." An Schulen in Trägerschaft des Kreises Bernkastel-Wittlich dagegen gebe es keine solche Stelle (der TV berichtete). So sei es in Sachen Prävention eher am Landkreis, einen Beitrag zur Vorbeugung von Gewalt und Co. zu leisten, indem man dort Stellen für Schulsozialarbeiter schaffe. Damit werde der Eindruck erweckt, "als engagiere sich der Landkreis bisher nicht im Bereich Schulsozialarbeit", sagt Pressesprecher Alfons Kuhnen, Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich. Er stellt klar, dass alle im Landkreis beschäftigten Schulsozialarbeiter an Hauptschulen, Regionalen Schulen und auch an der Dualen Oberschule in Wittlich auf Initiative und aufgrund konkreter Projektanträge des Landkreises eingesetzt wurden.
Kreis und Land tragen die Personalkosten
Bereits Ende 2001 habe der Jugendhilfeausschuss des Kreises die "konzeptionellen Leitlinien zur Schulsozialarbeit im Landkreis Bernkastel-Wittlich" verabschiedet. Sie sähen einen stufenweisen Ausbau der Schulsozialarbeit vor. Zudem trage nicht die Stadt sondern der Kreis zu den Personalkosten bei.
Die Kosten für die Projektstellen an der Dos Wittlich (seit Februar 2003), den Hauptschulen Bernkastel-Kues, Traben-Trarbach (seit September 2005) Neumagen-Dhron, Morbach (seit August 2007) und den regionalen Schulen Salmtal und Manderscheid (seit Oktober 2007) zahle zu einem Drittel der Landkreis. Das sind im Jahr 2008 bis jetzt 65 000 Euro. Die restlichen zwei Drittel finanziert das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur. Allein die Sachkosten (je 2500 Euro) trügen die Schulträger. Bei der Dos teilen sich die Trägerschaft die Stadt Wittlich und die Verbandsgemeinden Wittlich-Land, Kröv-Bausendorf und Manderscheid.
Weiterhin informiert Alfons Kuhnen, Pressesprecher der Kreisverwaltung: "Realschulen und Gymnasien erhalten bisher keine Landesförderung. Daher konnte der Landkreis sein Engagement auch auf diese Schulen bisher noch nicht ausweiten."
Als nächste Schule erhält womöglich die Regionale Schule Thalfang einen Schulsozialarbeiter. Dafür steht noch eine Bewilligung der Landeszuschüsse aus. Alfons Kuhnen informiert abschließend: "Da die Schulsozialarbeit ein Teil der Jugendhilfe ist, sind die Schulsozialarbeiter bei einem freien Träger der Jugendhilfe, konkret dem Kinder-Jugend- und Familienhilfe Palais e.V. Trier beschäftigt."
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Rathauszeitung vom 21.11.2008

Ungewöhnliches Projekt
Die Trierer Räuber: Junge Laienschauspieler präsentieren Schillers Klassiker.
Ein besonderes Theaterprojekt, das unter künstlerischer Leitung des Trierer Theaters entstanden ist, feiert am Freitag, 28. November, 20 Uhr, in der Aula der BBS Premiere: Junge Menschen ohne Arbeit, ein Regieteam sowie Theaterpädagogen und weitere pädagogische Fachkräfte präsentieren eine Szenencollage von Friedrich Schillers Stück „Die Räuber“.

Regisseur ist der aus Konz stammende, nun in München lebende Alexander May, der in diesem Jahr den Theaterpreis der Stadt Nürnberg erhielt und bereits bei den Salzburger Festspielen inszenierte. Für die musikalische Begleitung sorgen die Band Wéngert Stompers und weitere Musiker. Als Gast tritt Helmut Leiendecker auf.
In Anlehnung an Vorbilder des Staatsschauspiels Hannover und des „Theaters für Niedersachsen“ in Hildesheim, die von Presse und Publikum sehr gut angenommen wurden, findet ein solches Projekt nun erstmals in Trier statt – in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft der Agentur für Arbeit und der Stadt Trier sowie dem Palais e.V.. Finanziert wird es durch die Nikolaus-Koch-Stiftung.
Kern des Projekts ist der Versuch, sich Schillers „Räuber“-Thematik, den Motiven von Revolte und Anpassung, Aufbruch und Resignation, anzunähern. Das „Räuber“-Team untersucht mit jungen Darstellern die Figuren unter Aspekten eigener Biografien und persönlicher Wirklichkeit. Was kann ein 250 Jahre alter Text heute erzählen über unsere Konflikte in Familie, Schule und Gesellschaft? Weiterer Vorstellungstermin: Sonntag, 30. November, 20 Uhr. Karten gibt es an der Theaterkasse, Telefon: 0651/718-1818.
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Trierischer Volksfreund vom 18.11.2008

Notwendig und seit Jahren gefordert
Von unserer Mitarbeiterin Gabriela Böhm
Die Probleme im Stadtteil Ehrang und seine sozialen Brennpunkte erfordern besondere Aufmerksamkeit. Um Jugend-, Senioren- und Sozialarbeit besser zu koordinieren, soll ab 01. Dezember im jetzigen Sanierungsbüro im Bürgerhaus ein Stadtteilbüro eingerichtet werden. Das Palais e.V. wird die Trägerschaft übernehmen.
Trier-Ehrang. Wer "Quartiersmanager" wird, Frau oder Mann, wird sich zeigen. Fest steht: Es muss eine sozialpädagogische Fachkraft sein. Schon ab dem 1. Dezember soll für die Dauer von drei Jahren ein "Quartiersmanagement" eingerichtet werden, informierte Ortsvorsteher Günther Merzkirch in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates. Das Büro ist im Bürgerhaus vorgesehen. Die Personal- und Sachkosten, die von Stadt und Land getragen werden, betragen 90 000 Euro jährlich. Die Stadt übernimmt von den insgesamt entstehenden Kosten von 270 000 Euro für den dreijährigen Projektzeitraum einen Anteil von 54 000 Euro. Seit zehn Jahren ist das Sanierungsgebiet im Ortskern von Ehrang in das Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt" aufgenommen. Im Zuge der Sanierungsmaßnahmen erhielt das neue Bürgerhaus besonders für Vereine eine große Bedeutung. Zudem ist dort jüngst der Jugendtreff eingerichtet worden. Außerdem wird dort in der Nachbarschaft die neue Kindertagesstätte St. Peter im nächsten Jahr gebaut.
Dadurch erhofft man sich seitens der Stadt einen "vitalen Kern für das Gemeinschaftsleben", heißt es in einer Vorlage. Dennoch würden nach den Stadtteilen Trier-Nord und Trier-West in Ehrang häufig erzieherische Hilfen notwendig, und zwar für den ambulanten als auch den stationären Bereich. Das gelte auch für die Bereiche Arbeitslosigkeit und Sozialhilfe-Bezug. Aufgrund der positiven Erfahrungen in Trier-Nord und Trier-West soll in Ehrang nun auch das Instrument "Quartiersmanagement" eingesetzt werden. Und zwar nicht reagierend auf auffällige soziale Entwicklungen, sondern als sozial- und städteplanerisches Entwicklungsinstrument. Das Management soll zeitlich und räumlich im Sanierungsbüro gut erreichbar sein. Vorgesehen ist eine sozialpädagogische Fachkraft.
"Dringend notwendig, seit Jahren gefordert", sagt Merzkirch und hofft darauf, dass rechtzeitig eine Fachkraft angestellt werden kann. Im Rahmen eines "Los-Projekts" wurde das Konzept Quartiersmanagement mit verschiedenen Gruppen, Organisationen, Politik und Kirchen erarbeitet. Es soll Stadtteil-Entwicklungsprozesse fördern, die für eine langfristige positive Perspektive förderlich sind.
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Trierischer Volksfreund vom 16.11.2008

Selbstbewusstsein durch Schauspielen
Über Theaterspiel das Rüstzeug für eine Integration in den Arbeitsmarkt zu erwerben ist Inhalt eines innovativen, von der Nikolaus-Koch-Stiftung initiierten und finanzierten Projekts des Theaters Trier. Junge arbeitslose Erwachsene erarbeiten "Die Räuber" als zeitgemäß übersetzte szenische Collage und lernen ihre persönlichen Ressourcen kennen. Ihr Stück hat am 28. November Premiere.
Trier. (ae) Die Idee eines Theaterprojekts als Qualifizierungsmaßnahme für junge arbeitslose Erwachsene hat bewährte Vorbilder in Hannover und Hildesheim. In Trier setzt ein solches Projekt nun erstmals das Theater zusammen mit den Partnern Palais e. V., der Arbeitsgemeinschaft der Agentur für Arbeit und der Stadt Trier um. Zurückzuführen ist das Projekt auf eine Initiative der Nikolaus-Koch-Stiftung.
 Kerngedanke ist, mit kreativer Arbeit auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes vorzubereiten und so den Zugang zu erleichtern. "Bei der Integration in die Arbeitswelt geht es um Basiskompetenzen wie Zuverlässigkeit oder soziales Gruppenverhalten. Die kann man über Theater erwerben", sagt Diplom-Psychologin Sandra Grau vom Palais e.V. Der Verein bietet den Teilnehmern bis über das Projekt hinaus auf den Arbeitsmarkt bezogene pädagogische Betreuung, zum Beispiel mit Bewerbertraining. Doch es geht auch um Stärkung der Persönlichkeit, und das leistet die eigentliche Theaterarbeit, die auch Helmut Leiendecker tatkräftig unterstützt.
Uli Bonk, Petra Longen, Vanessa Marschall, Sandra Morgen, Angelina Neubert, Jennifer Stumps und Jürgen Ulbricht haben vor einem halben Jahr begonnen, sich mit dem klassischen Dramenstoff von Schillers "Die Räuber" auseinanderzusetzen.
"Der Stoff schien uns besonders geeignet, weil sich die Motive Revolte und Anpassung, Aufbruch und Resignation sowie die Figuren über eigene biografische Aspekte der Darsteller untersuchen lassen", sagt der für die künstlerische Leitung gewonnene, in München lebende Regisseur Alexander May. Jeden Tag fünf Stunden haben die Sieben seither hoch motiviert mit ihm und den Theaterpädagogen Ingo Fromm und Elke Reiter gearbeitet. Sie haben den in einer Familie entstandenen Konflikten in Schillers Stück nachgespürt und sie auf die heutige Zeit übertragen, als Geschichte zweier Industriellensöhne, die zum Punker und Terrorist werden.
Im Verlauf der Arbeit haben sich die Darsteller selbst reflektiert und Erkenntnisse gewonnen. Jürgen, der in der Gruppe zudem seine "Traumfrau" kennen gelernt hat, sagt: "Mein Selbstbewusstsein ist gestärkt, denn ich musste über meine eigenen Grenzen gehen". Sandra spricht vom "Wow-Effekt", "wenn man anfangs gezittert, sich dann getraut und tatsächlich etwas geschafft hat".
Uli bekennt: "Es ist das erste Mal, dass ich überhaupt arbeite, weil das hier nichts mit Eintönigkeit und Stumpfsinn zu tun hat, sondern Spaß macht". Deshalb hätte der Arbeitstag ruhig acht statt fünf Stunden betragen können, meint Sandra, "wir haben doch eh nichts zu tun". Das kann sich vielleicht bald ändern, denn alle sind sich einig, mehr über ihre persönlichen Stärken zu wissen, mehr Mut zu haben und ihre Neigungen besser zu kennen. "Mein Traum ist die Altenpflege", ist Sandra klar geworden.
Jürgen fiebert einem weiteren kreativen Projekt entgegen, das sich aus der theaterpädagogischen Arbeit ergeben hat, der Ausarbeitung eines Märchens als Stück und Kinderbuch. Doch zunächst werden sie ihre "Räuber" der Öffentlichkeit präsentieren. Die Premiere unter musikalischer Mitwirkung der "Wengert Stompers", Inken Kroger, Christian Mattes, Helmut Matthes und Thomas Wirtz ist am Freitag, den 29. November um 20 Uhr in der Aula der Berufsbildenden Schulen Trier.
Ein weiterer Termin: 30. November, 20 Uhr, Karten an der Theaterkasse, Telefon: 0651/7181818.
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Trierischer Volksfreund vom 13.11.2008

Ein dicker Klops
Pausenlos klingelten die Telefone während der TV-Telefonaktion rund um das Thema Schule: Bsorgte Eltern, Großeltern und Schüler suchten den Rat der Psychologen Annette Müller-Bungert und Jochen Fredrich.
Trier. (kat) Die Lehrerin beschimpft unsere Tochter, siebte Klasse, ständig als dicken Klops. Sie kann machen, was sie will, sie kommt bei ihr auf keinen grünen Zweig.
Annette Müller-Bungert, Institut für schulische Fortbildung und schulpsychologische Beratung in Trier: Manchmal muss ich raten, die Schule oder die Klasse zu wechseln. Denn diese Situation scheint sehr verfahren zu sein, die Chemie scheint nicht zu stimmen. Beleidigungen dürfen nicht sein. Informieren Sie die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD)! Grundsätzlich rate ich, zuerst das Gespräch mit der betreffenden Lehrerin zu suchen, dann den Klassenlehrer einzuschalten und gegebenenfalls den Direktor zu informieren.
Nach dem Übergang von der Realschule aufs Gymnasium hat unser Sohn erstmals eine schlechte Note mit nach Hause gebracht. Müssen wir uns Sorgen machen, dass er die Schule nicht schafft?
Müller-Bungert: Bei gutem Potenzial und guter Leistungsmotivation ist eine schlechte Note kein Grund, sich Sorgen zu machen. Übergänge sind immer schwierig. Besonders für Kinder, die in der vorherigen Bezugsgruppe die Besten waren und dann in eine Situation kommen, in der sie mit vielen sehr guten Schülern zusammen sind. Die Kinder brauchen Zeit und Stärkung, um sich auf das Neue einzustellen.
Unser Sohn ist 15 Jahre alt, ein kluger Junge. Seine Noten werden immer schlechter, weil er nichts lernt und nur PC-Spiele im Kopf hat.
Jochen Fredrich, Palais e.V. in Trier: Machen Sie Ihrem Sohn klar, dass er erst für die Schule arbeiten muss und dann seine Freizeit gestalten kann. Offenbar hat Ihr Sohn nie Lernstrategien entwickelt. Aber es ist nie zu spät, Strukturen zu erlernen. Und gehen Sie einer Konfrontation mit Ihrem Sohn nicht aus dem Weg, wenn es um das Spielen am PC geht. Setzen Sie die Zeit am PC sowohl als Belohnung als auch als Sanktion für erfolgtes sowie nicht erfolgtes Lernen ein.
Mein Sohn ist Drittklässler und sehr introvertiert. Seine Noten sind durchschnittlich. Unser Hauptproblem liegt darin, dass die Lehrerin ständig neue Diagnosen, von ADHS bis hin zu Formen des Autismus, stellt. Der Kinderarzt sagt, es sei alles in Ordnung.
Fredrich: Es ist gut, dass die Lehrerin die Auffälligkeiten anspricht und die Symptome beschreibt. Aber das Stellen von Diagnosen sollte den Fachleuten überlassen werden. Suchen Sie das Gespräch mit der Lehrerin, um eine Lösung zu finden!
Die Leistungen unserer Tochter stimmen zwar, doch sie kann sich schlecht konzentrieren. Jetzt wurde uns empfohlen, ihr Medikamente zu geben.
Fredrich: Ohne richtige Diagnostik sollten Sie Ihrer Tochter keine Medikamente geben. Konzentrationstrainings können sehr hilfreich sein.
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Trierischer Volksfreund vom 11.11.2008

Hilfe bei Schulproblemen
Trier. (kat) Es gibt kaum Themen, die soviel Diskussionsstoff in Familien bieten wie Schule und Hausaufgaben. Besonders belastend wirken sich schlechte Noten und Schulfrust auf das Klima zu Hause aus. Dahinter steckt oft die Ohnmacht, wie Eltern ihrem Kind zu einem besseren Erfolg und mehr Freude am Lernen verhelfen können. Oder in den Schulschwierigkeiten äußern sich Probleme innerhalb der Familie sowie im Klassenverband.
Wie lange sollte mein Kind nachmittags Hausaufgaben machen? Unser Kind klagt jeden Morgen über Bauchschmerzen, bevor es in die Schule geht. Was können wir tun? Ich fühle mich von meinen Klassenkameraden nicht akzeptiert. Unser pubertierender Sohn schreibt plötzlich nur noch schlechte Noten. Dies sind nur einige der Themen, die Schüler und Eltern beschäftigen.
Mit dem TV-Schultelefon bietet der Trierische Volksfreund seinen Leserinnen und Lesern einen ganz speziellen Service. Schulpsychologin Annette Müller-Bungert vom Institut für schulische Fortbildung und schulpsychologische Beratung in Trier und der Psychologe Jochen Fredrich vom Palais e.V. geben Euch und Ihnen heute, von 17 bis 19 Uhr, Tipps am Telefon, damit es in der Schule und beim Lernen zu Hause besser funktioniert.
Ein Hinweis: Lediglich der Sachverhalt wird von den Experten ohne Wiedererkennungswert zwecks des Nachberichts weitergegeben. Namen bleiben anonym.
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Trierischer Volksfreund vom 11.11.2008

Ein Baum für Kinderwünsche
Von unserem Mitarbeiter Dietmar Scherf
Kenn/Zewen. (dis) Mit der Aktion "Wunschbaum 2008" will das Warenhaus-Unternehmen "real" in Kenn und Trier-Zewen sozial und finanziell benachteiligten Kindern eine Freude machen und ruft Kunden zum Mitmachen auf. Die Grundidee der Aktion: Im Eingangsbereich der beiden real-Märkte in Kenn und Zewen wird ein Weihnachtsbaum aufgestellt, an dem die vom Verein Palais betreuten Kinder und Jugendlichen eine selbst gebastelte Karte mit ihrem Weihnachtswunsch im Wert von 15 Euro anbringen. Ein Kunde kann die Karte dann "abpflücken", das gewünschte Geschenk kaufen und an der Kasse zusammen mit der Karte abgeben. Die Aktion beginnt in Zewen am Freitag, 14. November, und in Kenn am Montag, 24. November.
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Trierischer Volksfreund vom 01.10.2008

Gewappnet für den Job
Die Regionale Schule Manderscheid hat in der Abtei Himmerod ihr erstes Berufsorientierungscamp veranstaltet.
Manderscheid. (red) Den richtigen Weg ins Berufsleben zu finden - das war das Ziel der Veranstaltung, die vom Palais e.V. Trier durchgeführt wurde. Das Berufsorientierungscamp fand über zwei ganze und zwei halbe Tage statt.
In zwei Gruppen testeten die Schüler in Teamspielen ihre Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit. Dabei fanden sie unter anderem heraus, wie wichtig es ist, zu kommunizieren, wenn man im Team ein Ziel erreichen will.
Am Nachmittag wurden die Stärken und Schwächen der Teilnehmer in einem Assessment-Center analysiert. Hier erfuhren sie, was sie gut und was sie weniger gut können.
Der zweite Tag begann mit einem einstündigen Einstellungstest, den viele der Jugendlichen als sehr schwierig empfanden. Danach lernten die Schüler Benimmregeln für das Vorstellungsgespräch kennen. Sehr viel Wert legten die Veranstalter auf das richtige Auftreten, auf Mimik, Gestik und Händedruck. Beim Einüben dieser Vorstellungsgespräche in Rollenspielen am Nachmittag wurde viel gelacht, aber auch beobachtet, analysiert und gelernt, um selbstsicherer mit dieser schwierigen Situation umgehen zu können.
Vier Workshops gab es am dritten Tag. Das Outfit, in dem die Jugendlichen zu Vorstellungsgesprächen erscheinen wollen, wurde auf die Tauglichkeit für den gewählten Beruf geprüft und Verbesserungsvorschläge erarbeitet. Sie übten richtiges Telefonieren und hatten die Gelegenheit, ihre Bewebungsunterlagen korrigieren zu lassen.
Spannend wurde es noch einmal am letzten Tag, als fünf Vertreter von Ausbildungsbetrieben ihre Berufsfelder vorstellten. Die Schüler hatten viele Fragen, besonders zu den Ausbildungsgängen, die die Experten beantworteten.
"Das war tip-top", sagte eine Schülerin beim letzten Feedback. Sie ist der Meinung: "Diese Erfahrung sollten auch die nachfolgenden Klassen machen."
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Trierischer Volksfreund vom 17.09.2008

Über Generationen hinweg
Eine Generationen übergreifende Zusammenarbeit haben das Seniorenzentrum der Barmherzigen Brüder Trier und der Palais e. V. gestartet. Junge Mütter und schwangere Frauen treffen sich mit Bewohnerinnen des Zentrums, sprechen über Koch- und Backrezepte, unternehmen Ausflüge oder tauschen einfach nur Erfahrungen aus.
Trier. (red) Helene Joisten strahlt, als sie das Seniorenzentrum verlässt. Für sie und einige ihrer Nachbarinnen im Seniorenzentrum der Barmherzigen Brüder Trier steht an diesem Tag ein kleiner Ausflug auf dem Programm. Durch die Innenstadt soll es gehen. Begleitet werden die Damen, die allesamt auf den Rollstuhl angewiesen sind, von jungen Müttern, ehrenamtlichen Helfern des Seniorenzentrums, und von Pia Fusenig vom Trierer Palais e.V. "Chancen schaffen" nennt sich diese Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahme des Palais e.V. für junge Mütter und schwangere Frauen, die auf Arbeitssuche und nicht älter als 30 Jahre sind. Im Frühjahr starteten das Seniorenzentrum und der Palais ihre Kooperation, die sich nicht nur auf Ausflüge beschränkt: Alt und Jung tauschten bereits Rezepte aus und wollen auch ein gemeinsames Kochbuch herausgeben.
Für Pia Fusenig vom Palais e.V. liegt darin das Besondere der Kooperation: Die jungen Frauen profitieren vom Erfahrungsschatz der älteren Damen. Und auch für die Seniorinnen sind die Begegnungen eine willkommende Abwechslung. Ausflüge in größeren Gruppen seien ansonsten kaum zu realisieren, da für jeden Teilnehmer eine zusätzliche Kraft benötigt wird, allein schon um den Rollstuhl zu schieben. Demnächst werden die Seniorinnen und die jungen Mütter wieder backen. Nicht irgendein Kuchen soll es werden, sondern das Spezialrezept einer Bewohnerin des Seniorenzentrums: eine Torte, die in Alkohol getränkt wird und dann erst einmal eine Woche lang stehen muss.
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Trierischer Volksfreund vom 10.09.2008

Polizeiorchester gastiert in Mehring
Das Polizeiorchester Rheinland-Pfalz gastiert am Weltkindertag, Samstag, 20. September, in der Pfarrkirche St. Medardus in Mehring. Die musizierenden Polizisten sind seit 1953 eine musikalische Größe in Deutschland.

Mehring. (dis) Der Erlös aus diesem Benefizkonzert am Samstag, 20. September, ab 20 Uhr in der Pfarrkirche Medardus kommt in diesem Jahr dem Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Palais e.V. Trier zugute. Das aus 40 Profi-Musikern bestehende Ensemble vereint instrumentale Virtuosität mit orchestraler Brillanz - und das hat sich herumgesprochen.
Das Repertoire des Orchesters könnte kaum breiter gefächert sein: Sinfonische Konzertstücke, Märsche, ausgewählte Werke aus Oper, Operette, Musical und Film gehören ebenso dazu wie Titel zeitgenössischer Komponisten.
Als besonderen Solisten begrüßt das Polizeiorchester einen der wohl erfolgreichsten Tenöre Deutschlands: Thomas Kiessling. Neben den vielen internationalen Konzerten wurde er auch mit den "Jungen Tenören" bekannt.
Der Eintritt ist frei. Infos: www.palais-benefiz.de.
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Trierischer Volksfreund vom 08.09.2008

Keine Angst vor Schulproblemen
Schüler und Eltern können sich heute mit allen Fragen rund um das Thema "Schule" an eine Schulpsychologin und einen Psychologen wenden. Zwei Stunden lang von 17 bis 19 Uhr stehen die Fachleute zur Verfügung.
Trier. (kat) "Ich glaube, mein Klassenlehrer hat mich auf dem Kieker. Er holt mich nie dran, wenn ich aufzeige." "Meine Tochter trödelt ständig bei den Hausaufgaben. Was kann ich tun?" "Unser Sohn geht jeden Morgen mit Bauchweh zur Schule. Wenn wir ihn fragen, sagt er, es sei alles in Ordnung. Wir machen uns Sorgen." "Seit unser Jüngster in der Pubertät ist, geht es mit seinen schulischen Leistungen bergab. Ich sorge, mich, dass er sitzenbleibt."
Dies sind einige der Themen, die Eltern und Schüler beschäftigen. Mit dem TV-Schultelefon bietet der Trierische Volksfreund seinen Leserinnen und Lesern einen speziellen Service. Heute, von 17 bis 19 Uhr, beantworten Kerstin Sperber (Telefon 0651/7199-194), Schulpsychologin am Auguste-Viktoria-Gymnasium in Trier, und Jochen Fredrich (Telefon 0651/7199-195), Psychologe der Kinder- und Jugendhilfe des Palais e.V. in Trier, Fragen von Schülern und Eltern zum Thema "Schule".
Hinweis: Lediglich der Sachverhalt wird von den Experten weitergegeben. Namen bleiben anonym.
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Trierischer Volksfreund vom 05.09.2008

Teamtraining an der Burg statt Büffeln in der Klasse
Die Schüler der beiden sechsten Klassen der Regionalen Schule (RGS) Manderscheid drückten nicht, wie sonst üblich, die Manderscheider Schulbank - diesmal fand der Unterricht an der frischen Luft, genauer gesagt: rund um die Manderscheider Burgen statt.
Manderscheid. (red) Der Aktionstag der beiden sechsten Klassen stand unter dem Motto "Stärkung von Teamgeist und Kooperation innerhalb der Klasse" und wurde von ausgebildeten und erfahrenen Erlebnispädagogen des Trierer Kinder- und Jugendhilfeträgers Palais in Kooperation mit der Schulsozialarbeiterin Ramona Eiserloh sowie den beiden Klassenlehrerinnen durchgeführt.
 Beide Klassen lösten an jenem Tag unabhängig voneinander unterschiedliche Teamaufgaben, deren Lösung Einzelkämpfer zum Umdenken zwang. Denn schnell wurde den Schülern klar: Alle Aufgaben konnten nur gemeinsam zufriedenstellend gelöst werden.
 Ob beim Namensmarathon, beim Überqueren des Lavastroms, beim Bezwingen der Spinne im Netz oder beim gemeinsamen Überqueren des mobilen Seilparcours: keine Aufgabe konnte alleine, sondern nur nach vorheriger Absprache, gegenseitiger Hilfe, Kooperation und Einschätzung eigener und fremder Stärken und Schwächen, optimal und zufriedenstellend für das Team gelöst werden. Die Kinder machten so zudem die wichtige Erfahrung, dass jeder Einzelne für die Klassengemeinschaft wichtig ist. Nebenher gelang es den Schülern, ihre kommunikativen Kompetenzen spielerisch zu verbessern.
Der Tag bestärkte die Klasse darin, aktuelle Probleme aktiv bewältigen zu können. "Viele Ziele und Kriterien, wie zum Beispiel Förderung von Selbstwert und Selbstvertrauen oder Kontakt- und Konfliktfähigkeit spielen nicht nur in der Sucht- oder Gewaltprävention eine wichtige Rolle. Es sind auch wichtige Aspekte der Persönlichkeitsentwicklung. Darüber hinaus bilden sie die Grundlage für ein harmonisches, aggressionsarmes Miteinander sowie eine konstruktive Konfliktbewältigung in der Schule" sagt Schulsozialarbeiterin Ramona Eiserloh.
Einen für jeden einzelnen Schüler persönlichen Höhepunkt des Tages stellte das Abseilen von der Manderscheider Oberburg dar. Ein Großteil beider Klassen ging das Wagnis ein und seilte sich 30 Meter in die Tiefe ab. Was bis heute blieb, ist das tolle Gefühl, "es geschafft zu haben" Unterstützt wurde dieser Tag vom Landkreis Bernkastel-Wittlich sowie dem Förderverein der Regionalen Schule Manderscheid.
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